Am Montag den 30.04.2018 wollten wir spätestens um 12 Uhr Ragusa verlassen. der Landstrom war schon gekappt, als ein Herr am Steg fragte, ob wir kurz Zeit für ihn hätten. klar, haben wir. Es stellte sich dann schnell heraus, dass die Guardia di Finanza uns überprüfen will. und von wegen dauert nicht lange. 90 min hat die Fragerunde in Anspruch genommen. Die Mitarbreiter der Guardia haben sich immer wieder entschuldigt und wir haben ihnen zum Abschluss bestätigt, dass sie sehr nett und freundlich waren. Als Frank mit Ihnen im Office der Marina war, um den Ausdruck der Befragung entgegen zu nehmen, kam Beppo mit der Aufnahmevorrichtung für die Gangway. diese hatte er vergessen und verlangte dann auch noch 200,- €. wir sagten zu Elia, dass es nicht mehr als 150 gibt und aus 9 Uhr Lieferzeitpunkt wurde dann 13:30. Danach waren wir startklar, mussten aber noch auf den Marinero warten, der mit uns gemeinsam die enge Fahrterinne aus dem Hafen fuhr. Ist etwas tricki zu finden, da komplett versandet. Draußen erwartete uns die alte Dünung, Welle, die von dem Starkwind übrig geblieben ist. Es schaukelt heftig, da in Strandnähe das Wasser sehr niedrig ist. Je weiter wir uns auf das offene Meer begeben, desto flacher wird die Welle. Mit Großsegel und Genua haben wir einige Stunden gemütliches Segeln in Richtung Roccella Ionoca. Die Sonne geht spektakulär unter, ein glutroter Vollmond geht auf. Das sollte schon eine Warnung sein. wir laufen ein in die Straße von Messina. Eine vielbefahrene Großschifffahrtsroute. Meine Wache beginnt, Schiffe um mich herum erfordern meine ungeteilte Aufmerksamkeit. Zum Lesen bleibt keine Zeit. Das Geschaukel wird durch Kreuzseen, Wellen, die aus allen Richtungen kommen, immer schlimmer. Dann kommt auch noch Wind hinzu. Voll auf das lange Nase von Eira. Frank steht auf, weil er nicht schlafen kann, unter Deck ist es zu unruhig. Wir ändern den Kurs um fast 20 °, damit das Boot überhaupt noch Fahrt macht. Die Nacht ist unruhig und ohne Schlaf, entsprechend ist die Stimmung an Bord. Nachdem die Sonne aufgegangen ist, wird der Wind immer weniger, die Welle auch. Und dann ist das Meer glatt wie ein Babypopo. Unglaublich! Nun sind wir auch schon an der Sohle nItaliens angekommen und bis nachmittags erreichen wir die Marina Roccella di Grazie. Der Marinero hilft beim Anlegen. Der Skipper wird mit Handschlag begrüßt und ich mit Handkuß! Alle Bedenken der Nacht treten in den Hintergrund, wenn man dermaßen zuvorkommend begrüßt wird. Die Formalitäten werden erst am nächsten Morgen erledigt. Wir schauen uns die Duschen an, mit Waschmaschinen, den Code zum Betreten,sowie die Wlan Kennung, hatten wir vom Charmbolzen, wie Frank den Marinero nannte, zuvor erhalten. Am Abend, nach ausgiebiger Dusche, lassen wir uns Pizza, Spagetti de Vongole und den Rotwein munden. Am nächstren Morgen, nachdem wir uns in der Marina angemeldet haben, erkunden wir das Dörfchen, finden Bäcker, Frutteria und Supermarkt und decken uns mit frischen Lebensmitteln ein. Nachmittags bekommen wir unerwartetetn Besuch von Chris, Eigner von Cousin Jack, ein Bekannter von Claudia und Soeren, mit denen wir den Winter in Licata verbracht haben. Donnerstags tobt den ganzen Tag Sturm, wie gut, dass wir im Hafen liegen, zwar nicht ruhig, aber sicher! Die Marineros kontrollieren unsere Leinen und machen Vorschläge zur weiteren Sicherung, denn die Fingerstege sind für unser Boot etwas kurz geraten. Abends trinken wir ein Bier mit Chris und seiner Frau Debby. Freitag beschließen wir, ebenfalls in der Marina zu bleiben, weil die Welle draußen sehr hoch ist. Stehe um 6:45 h auf und gehe zur Waschmaschine, denn wenn schon so nah eine zu finden ist, so muss das auch genützt werden. Nach dem Frühstück gehe ich ins Dorf, lerne unterwegs Renate kennen. Schwerbeladen mit Lebensmitteln gehe ich an der Strandpromenade entlang, als der junge Marinero vorbeifährt, anhält und mich mit in die Marina nimmt und zwar direkt ans Boot. Service pur. Wieder findet sich Besuch an Bord, zuerst Renate, die unser Osmosewasser testet und später, als eine Yacht nach der anderen einläuft, Michael aus Deutschland. Außerdem bereitem ich chinesischen Nudelsalat zu, Proviant für die Überfahrt nach Griechenland.
Um kurz nach 5 werde ich wach, stehe auf und um 5:45h lege ich ab in der Marina Ragusa. Eine ganze Armada legt mit uns ab. Draußen setzen wir alle das Großsegel, gleich die Genua hinterher, um sie nach kurzer Zeit wieder einzuholen. Kein Wind. Die anderen Boote laufen Richtung Norden, wir gegen Osten nach Griechenland. den aufkommenden Wind nutzen wir zum Segeln. Zu Mittag wird Nudelsalat aufgetischt und als Abendessen bereite ich eine scharfe Kürbissuppe zu. Einige Großschiffe sind um uns herum, also während der Nacht scharf beoachten, was um uns geschieht. Da irgendwann der Wind einschläft, hole ich die Genua mittels Winsch ein, denn den riesigen Lappen Segeltuch schaffe ich von Hand nicht. Wachablösung, müde falle ich ins Bett. Draußen wird es immer unruhiger. Die Wellen klatschen ans Schiff. Kurz nach halb vier, nach 2,5 Std Schlaf stehe ich auf, lege mich in die Pantry. Hier bin ich über der Wasserlinie und kann nochmals 2 Std schlafen. Dann ist es mit der Ruhe vorbei. Der Wind frischt immer mehr auf, die Wellen werden immer höher. Das Wetter war natürlich so nicht vorhergesagt. Eine Seglerin aus Licata schrieb mir; oh, dann hattet ihr einen schönen ruhigen Törn. Nein, das kann man so nicht sagen. Das Geschüttel ist gar grausam, da die Welle von der Seite kam, auch noch eine feuchte Angelegenheit dazu. Mittags laufen wir kurz nach 13 Uhr eine Bucht auf der kleinen Insel Othonoi, Griechenland an. Ankerraus auf 2,90 m, glasklares Wasser, kein Mensch. Zuerst mal Zähne putzen und Gesicht waschen. Dann bereite ich eine Tortilla zu, danach wird außen geduscht, ehrlich gesagt, war es mir etwas zu kalt dazu, aber ich brauchte Wasser. Um 19 Uhr liegen Frank und ich im Bett und schlafen 12 Stunden tief und fest. So fest, dass wir nicht hören, dass nachts noch 3 Schiffe in die Bucht einlaufen.
Morgens gehen wir ankerauf, da viel Wind ansteht, etwas schwierig, aber dann sind wir auf dem Weg nach Korfu. Ein gemütlicher Segeltag entlang den nördlichen ionischen Inseln, später auf Steuerbord Korfu. Richtaus Albanien. Unser gemütliches dahindümpeln wird von Gewitterwolken unterbrochen, wir werfen den Motor an und mit voller Kraft voraus laufen wir die Marina Gouvia an. Etwas teuer, dafür können wir hier einklarieren und das Depka beantragen. Dank Natalie aus Eppelborn bekomme ich die Kontaktdaten ihres Vaters, der eine Bäckerei in Gouvia betreibt. Ich besuche ihn, kaufe Proviant und kurz vor 12 Uhr legen wir ab Richtung Paxos. Leider reicht die Zeit nicht mehr, sich mit meiner Großcousine Inge zu treffen, die gerade ein paar Tage Urlaub auf Korfu verbringt, wir waren uns jedoch ganz nah, 3 Kreuzfahrtschiffe, die in Korfu Stadt lagen, haben uns den Aufenthalt dort vermiest. Während ich diese Zeilen schreibe, passieren wir die Südspitze von Korfu, sehen Paxos vor uns und wollen in der Bucht von Lakka ankern.
Diesen Tipp hat uns gestern Love aus Schweden gegeben, dessen Frau mir gestern Abend am Steg quasi in die Arme lief. Die Segelwelt ist klein.
Wir segeln wieder zwischen den Inseln
Jussu, was tschüß heißt.
Kategorie: Allgemein
Abschied von Malta
Von der St. Pauls bay zurück nach Comino (war echt schwellig dort), Wiedersehen mit Chris und David und 4 Ankermanöver an einem einzigen Tag.

Was für ein Stress. Gott sei Dank entschädigt uns das selbstgebackene Brot und natürlich ein Kuchen für die Strapazen, Eva hat das mittlerweile wirklich gut drauf.


Ausgeschlafen hat sie heute ein Wassertaxi nach Mgarr bestiegen auf der Jagd nach frischen Lebensmitteln und Eindrücken einer unbekannten Stadt. Ich bleibe derweil auf dem Boot, erfreue mich unserer Solarpaneele (1100 Uhr und die Batteriebank ist randvoll) und gönne mir frühzeitig das erste Bier, ist ja keiner da der meckern könnte. Morgen früh segeln wir zurück nach Sizilien mit wenig Wind zwar, aber einen unnützen Tag im Hafen zu verbringen ist auch nicht so der burner. Reine Güterabwägung zwischen Sprit und Hafengebühr.
Strom ist also definitiv kein Thema mehr, da ist eine ganze Welt zwischen 2017 und 2018, so benötigen wir keinen Landanschluß mehr, keinen nervigen Generator und die Windmühle bleibt auch still, bringt eh nur einen Bruchteil der Leistung.
Gestern hatten wir noch leichte Irritationen wegen der Einklarierung auf Malta, waren wir doch der Meinung das hätte die Marina erledigt, hat sie aber nicht und ist auch lt. David egal, der wollte das machen (Engländer), aber die port police wollte von ihm wissen warum eigentlich, Malta gehört zu Europa. Gut, wieder etwas gelernt und der Revierführer von Rod und Lucinda Heikell ist offensichtlich nicht auf dem neuesten Stand. Gerade winkt mir Eva aus einem größeren Wassertaxi zu und ich frage mich wie ich sie an Bord bekomme. Dinghy aufpumpen, alleine, wo das Bier noch nicht mal alle ist? Scheint schon wieder stressig zu werden, wo der Tag doch so schön begonnen hat…
Entwarnung, Eva hat einen Bootsverleiher gefunden, schöne Augen gemacht und schwupps ist sie an Bord.
Was für ein geiler Tag heute. Wenn Frau mal geschlafen hat, sieht die Welt doch gleich anders aus.
Unternehmungslustig wie ich heute bin, stoppe ich ein Motorboot und erfrage mir eine Mitfahrgelegenheit nach Gozo Mgarr. Der Mann von Gozo ist supernett und scheucht seine Motorbratze mit 150 PS über das Wasser. Wow, Ratz fatz bin ich in Mgarr im Hafen, werde in ein bereitstehendes Auto gepackt und zum Supermarkt chauffiert. Liegt auf dem Weg, meint Mann. Müll an Land natürlich auch entsorgt. Für all das zahle ich niente. Kaum zu glauben! Mein Taxidriver verdient sein Geld mit Liegestühlen in der blauen Lagune und reist viel. 30 Länder kennt er, dieses Jahr kommen 3 neue hinzu: Australien, Neuseeland und Tasmanien.

Bevor ich einkaufe, sehe ich mir die liebreizende, saubere Stadt an: Kathedrale ist leider geschlossen, kleine Kirche geöffnet, also setze ich mich rein und lasse das Murmeln der rosenkranzbetenden Frauen in mir nachhallen. Hier oben gibt es einen Bethlehem Park, in dem über Weihnachten die Geburt Jesus nachgelebt wird. Kleine Ställe, einfache Hütten, jetzt Esel und Hühner. Hier wird Korn gemahlen, zuvor gedroschen und man hat einen genialen Ausblick über den Hafen und die Inseln Comino, Comito und Malta.

Schließlich versorge ich uns mit frischen Lebensmitteln wie Kürbis, Süßkartoffeln, Salat, Brot und diversen Produkten, die es in Italien nicht gibt: süßsaure Chilisauße, Kokosnußcreme, Hühnerbrühe und natürlich Schoki für den Skipper. Mir habe ich 4 Dosen Panache gegönnt. Mit allem zurück um Hafen, dort direkt ein Wassertaxi zurück zur blauen Lagune für 5,-€ erwischt. So nun bin ich auf Comino und wie komme ich auf die Segelyacht? Nach den guten Erfahrungen des Morgens spreche ich einen sehr gut aussehenden jungen Mann an, ob er mich die 30 Meter zum Boot bringen kann? Und ja, er fährt mich! Und weil ihm unsere Yacht so gut gefällt, zahle ich auch diesmal nichts! Unglaublich!!! Ich liebe diese kleinen Inseln im südlichen Mittelmeer und ich weiß schon jetzt, dass ich hierher zurückkommen werde. Irgendwann und garantiert mit BOOT!

Im Hafen von Gozo habe ich die Reflection von Juliett und David gesehen. Wir bleiben noch dicht zusammen, die wir den langen Winter in Licata verbracht haben.
Ciao ragazzi a dopo Eva
Flucht aus der blue lagoon
War während der Woche in der blauen Lagune schon reger Touristenverkehr, am Wochenende kommen dann noch die Malteser hinzu mit allem, was die Freizeitindustrie so zu bieten hat. Geht gar nicht! Und so haben wir uns heute Morgen in die St. Pauls bay auf Malta verkrümelt. Bei der Gelegenheit die Wasservorräte aufgestockt und so schaukeln wir nun am Haken in einer großen Bucht ohne Speedboote, Jetskis und Ausflugsdampfer, die Unmengen von Bleichgesichtern auf die arme kleine Insel ausspucken. Der Bub hat sein dongle zur Verknüpfung des Solarreglers mit dem Handy gefunden, installiert und ist selbstredend begeistert von dem solaren Eintrag in die Batteriebank, die mittlerweile gegen Mittag schon voll ist (habe noch ein zweites Paneel dazugeklemmt) und die Spannung auch über Nacht sehr gut hält. Scheint eine bessere Ladecharakteristik zu haben als das Landstromdingens, von den Lichtmaschinen ganz zu schweigen.
Am Mittwoch geht es zurück nach Ragusa auf Sizilien, das Bimini ist bereits fertig und der Geräteträger im Ofen zur Beschichtung, das soll alles Donnerstag und Freitag montiert werden (Mittwoch ist in Sizilien Feiertag, welcher auch immer) und dann soll es zügig nach Griechenland gehen, darf den Lyoner! (Achtung Aufforderung) unserer Freunde aus der Heimat nicht verpassen. Alles im Lot hier, der ein oder andere Überwinterer aus Licata dümpelt auch in der Gegend herum, tutti paletti sozusagen.
Bye Frank
Wann sind wir endlich wieder zwischen den Inseln.
Nach der letzten Happy Hour, bei der wir den 67. GEBURTSTAG von Michael aus Alaska feierten und dem letzten BBQ, das nach dem überstandenen Sturm, ebenfalls lange dauerte, feierten wir am Montag noch den Geburtstag von Karine aus Frankreich. Am gleichen Tag wurde noch einmal Wäsche gewaschen und eingekauft. Abschiedsrunde durch das Dorf: Bäcker schenkt mir eine Tüte Gebäck für die Überfahrt, Metzger hatte mir schon am Samstag 3 Würste zugegeben und dann noch den Cruisern und der Marina lebewohl gesagt Früh zu Bett, da am nächsten Morgen der Wecker sehr früh zum aufstehen rief. In einer solchen Nacht schläfst du nicht wirklich. Doch dann ging es endlich los zum Segeln zwischen den Inseln. Diesmal stehen Malta, Comino und Gozo auf dem Plan. Interessant, weil wir diese drei nicht kennen und Malta mit Valetta die Kulturhauptstadt 2018 ist. Unsere Nachbarn von Licata, der Katamaran Spirit of the Wind erwartet uns in Msida Port, bei Valetta. Willkommensschluck auf deren Boot und die herzliche Begrüßung durch die Familie entschädigt für die lange Überfahrt. Wir klarieren am 18.4. auf Malta ein, fahren mit dem Bus in die Stadt und laufen und laufen und laufen, denn es gibt unglaublich viel zu sehen in dieser Stadt, die auf 7000 Jahre zurückblickt und viele Kriege und Eroberungen erleben mußte, der exponierten Lage im Mittelmeer geschuldet. Viele Forts sichern die Stadt, umgeben von dicken Mauern trutzt Valetta von Wasser umgeben, dem Meer und den Eroberern. Pünktlich um 12 stehen wir in den Upper Barak Gardens, um den Salutschuss zu hören. Dort treffen wir Claudia mit Alea. Sie führen uns zur St. John’s Co Kathedral, der zweiten Kathedrale von Valetta. Gegründet von den Johannitern, Kreuzrittern, auch Malteserorden genannt, blendet sie den Besucher mit all ihrem Gold und dem üppigen Barockstil. Wir lassen uns führen und erfahren die Geschichte der Kirche mit all ihren Kostbarkeiten und Gemälden, u.a. Carravegios Enthauptung von Johannes dem Täufer. Draußen schlendern wir weiter, bis wir das Fort San Elmo ereichen, ein Kriegsmuseum, das uns die leidvollen Erfahrungen, Belagerungen und Kriege erzählt. Wir leiden mit, da auch wir Deutschen 1942 viel zerstört haben. Dafür mußten Deutsche Kriegsgefangene Malta mit wiederaufbauen. Die jüngste Geschichten erzählen von Flüchtlingen, die über das Meer kommen, denn das Kriegsgebiet Syrien ist nicht weit und die Mafia aus Malta, die hier Geld wäscht.
Am Donnerstag verlassen wir Valetta und Segeln in die blaue Lagune vor Comino. Azurblaues Wasser wechselt sich mit türkisfarbenen ab. Wir blicken auf Gozo und genießen die Sonne vor Anker. Ruhig wird es leider erst ab 16 Uhr, wenn die Ausflugsboote die Lagune verlassen. Wir wünschen von hier unserem Freund Bernd alles Gute zum 60. GEBURTSTAG, wären gerne bei ihm und werden heute Abend einen italienischen Rotwein auf ihn trinken.
Malta
Am 17.04. haben wir unser Winterlager in Licata in Richtung Malta verlassen. 0445 LT war nicht der beste Augenblick, da sich zeitgleich im Dunkeln auch die gesamte Fischereiflotte aus dem Nachbarhafen durch die gemeinsame Ausfahrt gedrängelt hat. Gab gleich zu Beginn einen erhöhten Puls, der bedingt durch den noch herrschenden Schwell draußen auch erstmal nicht abflaute. Gute 4-5 bft haben eine flotte Überfahrt nach Valetta gesichert, bisschen schaukelig vielleicht durch leicht achterlichen Wind, aber zügig. Gegen 1900 und 80 sm später lagen wir fest in der Msida Creek Marina und alles war ok. Die Systeme funktionieren, der Wassermacher macht wieder Wasser und unser Dickschiff hat mit arschglatten Kinderpopo eine erstaunliche Performance. Wiedersehen mit Spirit of the Wind (Claudia, Sören, Kinder und Hund, unsere Nachbarn in Licata) und der Abend klang gemütlich aus.
Mittwoch dann den ganzen Tag durch Valetta gelatscht und Kultur pur genossen. Der Verkehr ist gesittet, wenngleich auch verkehrt herum, die Strassen sind sauber und die Mülltrennung wird ernst genommen, eindeutig nicht mehr Italien.
Donnerstag ablegen in Richtung blaue Lagune (kleine Inselgruppe zwischen Malta und Gozo) und gleich mal vom Militär zusammengefaltet worden, weil wir mitten durch ein Übungsgebiet segeln wollten. Lief aber recht entspannt ab und wir kreuzten uns frei um in 3 sm Abstand zur Küsten Richtung WNW unseren Ankerplatz anlaufen zu können.
Den direkten Vergleich mit dem Kat von Claudia und Sören konnten wir nicht gewinnen, alleine schon weil wir am Morgen noch mal eben schnell unsere Jahresration Diesel (930 ltr. zu 1,15€/ltr.) gebunkert hatten. War halt schnäppchenverdächtig und bis nächstes Frühjahr ist das Thema damit ultimativ erledigt. EIRA liegt nun pappsatt im Wasser und das Thema Wasserlinie drängt sich nun endgültig auf, fehlen so ca. 5 cm und dabei ist der Geräteträger noch nicht montiert. Egal, einen Teil unserer Vorräte (Wein, Kaffe, Bier etc.) werde ich zugunsten unseres Trimms notgedrungen vernichten müssen, erwarte aber kein Mitleid.
Heute Morgen habe ich mal eben schnell eines unserer Solarpaneele fliegend angeschlossen und Strom ist satt vorhanden, wenn also die anderen drei nächste Woche am internen Netz hängen, dürfte sich dieses Thema vorerst erledigt haben. Nun genieße ich unseren Ankerplatz mit toller Aussicht und denke ernsthaft über das erste Schwimmchen 2018 nach, mal sehen.
Übrigens haben wir unser AIS nun permanent laufen und sind unter vesselfinder.com oder marinetraffic.com im Internet sichtbar.
Bye for now, Frank.
Ansegeln 2018
Hatten wir schon, kurzer Ausritt nach dem Werftaufenthalt. Hin mit 4-5 bft, locker 7-8 Knoten gesegelt, zurück mit 5-6 bft, leicht reffverdächtig, da wir Groß und Trekker voll stehen hatten. Hat der Bub natürlich nicht gemacht, so kurz vorm Hafen. Alles gut, EIRA geht mit ihrem arschglatten Popo wie Luzie, das Log loggt und alles ist dicht.
Mittlerweile stehen die Zeichen auf Abflug, Dienstag soll es soweit sein. Bunkern, bunkern und nochmal bunkern. Beim nächsten Pinseln werde ich die Wasserlinie wohl um 5 cm höher setzen.
Zuerst nach Gozo oder Malta, dann zurück nach Ragusa, Bimini (schon fertig, die Schattenspender rundherum werden gerade genäht) und Geräteträger montieren, dann ab nach Kefalonia, die Saarländer kommen. Jeder hier ist auf dem Absprung, teilweise schon unterwegs, die Saison kann beginnen.
Heute Abend die letzte Happy Hour, morgen hafenverdächtige 40 Knoten Wind um die Ohren, am Sonntag letztes BBQ und dann warten wir nur noch die Beruhigung der Wellen ab, will ja keiner unnötig kotzen auf der Überfahrt. Rund 70 Meilen, also früh raus und den ersten langen Segeltag genießen.
Drückt mir die Daumen für meinen ersten Fisch (für Insider: muß Jörg in die Schranken weisen mit seinem 4 kg Süßwasserdingens), die Angel ist bereit!
Ciao for now, der ultimative Süden Europas wartet.
Mit Freunden Land und Leute entdecken
Unser erstes gemeinsames Wochenende mit Ute und Joachim wollen wir nicht in Licata verbringen. Das Wetter ist gut, der Leihwagen gepackt und so machen wir uns am Samstag Morgen auf den Weg in den Südosten. Zuerst muss die Landstrecke, ca 120 KM bis Noto überwunden werden. Bei den Straßenverhältnissen eine echte Herausforderung, zumal wir am Samstag mit viel Verkehr konfrontiert sind und auch einige Stadtdurchfahrten zu bewältigen haben. Doch schließlich erreichen wir das erste Tagesziel: Noto.


Eine alte Barockstadt im Südosten der Insel gelegen. Der gelbe Sandstein strahlt in der Sonne. Die Fußgängerzone, die sich zwischen den einzelnen Palazzi und Chiese dahinschlängelt, haben wir fast für uns alleine. Gleich zu Beginn erstehen wir einen genialen Zitronenentsafter aus Edelstahl, dessen Gewinde einfach in die Zitrone gebohrt wird um so den Saft fließen zu lassen. Verziert ist das ganze mit einem Keramikstöpsel, natürlich produziert in Caltagirone, der Keramikstadt der Insel. Auf unserem Weg liegt das alte Bürgermeisteramt, und natürlich eine Eisdiele. Oh, ein Gelati, darauf haben wir alle Lust und schlecken das kühle Eis. Weiter geht es zum Dom, der reich verziert und mit alten Fresken uns erfreut. Der Spaziergang hat uns gut getan und die restliche Wegstrecke ist dank einer kaum genutzten Autobahn bis Siracusa schnell bewältigt. Unterwegs buche ich uns flugs ein B&B in der Altstadt, mal sehen, ob wir eine gute Wahl getroffen haben. Die Altstadt Ortiga liegt auf einer Insel und ist Stadtteil von Siracusa, der alten Stadt, in der sich schon die Griechen heimisch gefühlt haben. Über eine Brücke erreichen wir das Centro historico und sehen uns zu Fuß das gebuchte B&B an. Welch eine Überraschung, als wir die kleine Pension durch einen Innenhof betreten. Traumhaft im 1. OG eines alten Palazzo gelegen, stellen wir gleich fest, dass wir eine gute Wahl getroffen haben. Die Männer bringen das Auto zum zentralen Parkplatz am Hafen und wir Frauen genehmigen uns schon mal einen Frizzante. Nach einem Kaffee, den uns die Besitzerin des B&B in der Via Roma persönlich kredenzt geht es auf zur Erkundung und Nahrungsaufnahme. Doch bevor der Magen gefüllt wird, schlendern Ute und ich durch das Boutiquenviertel mit zahlreichen kleinen Shops mit sehr individuell gefertigten Artikeln von Taschen, Kleidern und natürlich auch Schuhen. Wie schlimm, dass ich überhaupt nichts brauche, die Schränke sind zu gut gefüllt. Doch Ute ersteht ein wunderschönes Kleid von einer heimischen Designerin. Endlich wenden wir uns den Speisen und Getränken zu und entdecken in einer kleinen Seitengasse ein tolles Fischrestaurant. Von Vorspeise über Hauptgang wählen wir alle nur Fisch und sind am Ende so satt, dass wir der Verdauung zuliebe noch einen Grappa probieren müssen.
Zum Glück finden wir dank Google auch unsere Schlafstätte wieder. Am nächsten Morgen erkunden wir die Altstadt mit Dom und Palazzi und auch die Festung, die ins Meer hinausragt, besichtigen wir.



Der Dom ist uralt und nicht so prachtvoll, doch mir gefällt die herbe Schlichtheit eh besser, als kalter Marmor und glänzende Malerei. Mit dem Auto machen wir uns auf den Weg zu den Ausgrabungen der Griechenzeit. Wir beginnen mit dem griechischen Amphitheater, das in den Hang gebaut wurde und oben in den Höhlen eventuell die Akteure beherbergte. Weiter geht es zum Orecchio di Dionisio, dem Ohr des Dionisus, der hier seine Mitmenschen belauschte. Die riesige Höhle hat eine ungeheure Akkustik. Zum Schluss erwandern wir das römische Amphitheater, das eine Nord- Südausrichtung hat und noch zu erahnen ist, wie die wilden Tiere in die Arena geschlichen kamen um gegen die Sklaven anzutreten.


Am Nachmittag heißt es Abschied nehmen. Zum Abendessen gönnen wir uns ein paar scharfe Spagetti und lassen den Ausflug noch einmal Revue passieren.
Am Dienstag morgen machen Ute und ich uns mit dem Bus auf Agrigento zu erkunden, denn die Altstadt soll auch hier ganz nett sein. Leider erwischen wir einen regnerischen Tag, kaufen uns warme Socken, später noch einen Schirm und machen uns verfroren auf, ein Restaurant zu suchen. Natürlich werden wir fündig. Der Koch des Scala kocht nur für uns Beide, denn an diesem kaltnassen Tag, ist niemand unterwegs. Neben dem genialen Mittagessen, bleibt noch das Theatro Massimo zu erwähnen. Ein netter älterer Sizilianer ermöglicht uns eine unglaublich private Führung, lässt uns sowohl auf der Bühne stehen, als auch diverse Vorhänge erleben. Wir sind begeistert von ihm und ich weiß nicht, wieviele Bilder er von uns macht.



Freitags vor Palmsonntag erlebe ich dann eine Messe am Fischerhafen, bei der die leidvolle Maria gezeigt wird und später mit einer Prozession durch Licata getragen wird. Die Frauen gehen barfuß oder auf Strümpfen und es ist ein sehr bewegendes Erlebnis. Ganz Licata ist auf den Beinen und die Stadt ist voller Menschen.
Am Samstag steht Caltagirone auf dem Programm. Ute, Joachim und ich erleben die Keramikhauptstadt der Insel, indem wir von Atelier zu Atelier ziehen und manche sind wahre Künstler. Beim Aufstieg der 142 Stufen zur Kirche entdecken wir mal wieder ein wunderschönes B&B. Bei näherem Hingucken stellt sich heraus, dass ebenerdig eine Bar, eine Boutique und ein kleines Restaurant eingerichtet sind. Zuerst befriedigen wir den Kaffeedurst und dann erkunden wir die kleinen Schätze, die der Laden bietet: Ute und ich werden fündig und gönnen uns jeweils einen handgearbeiteten Seidenschal.





Am Montag gehen wir aus dem Wasser und mir passiert ein Mißgeschick, ich stürze und falle mit dem Knie auf den rechten Daumen: oh wie das kracht! Schmerzerfüllt verlasse ich das Schiff, in der Hoffnung, dass nichts gebrochen ist. Diese Woche ist gelaufen, ich bin ein Totalausfall und kann nichts mehr machen, als meinen Daumen zu schonen, der Gott sei Dank nicht gebrochen ist.
Also Zeit, nochmals mit Ute und Jo auf Landausflug zu gehen. Dienstag fahren wir nach Enna, das sich spektakulär oben auf einem Bergrücken präsentiert. Aber wir merken schnell, hier sind uns definitiv zu viele Touristen. Nun ja, es ist Osterwoche und die Busse spucken zahlreiche Ausflügler aus. Da in der Burg eine Veranstaltung ist, zudem viele Schulklassen durch die Anlage streifen, entscheiden wir uns zur Weiterfahrt nach Piazza Armeria um dort das Casa Romana anzusehen. Eine gute Entscheidung, denn wir kommen vor den Bussen an und haben so den Genuß einer römischen Villa, mit besterhaltenen Mosaiken, die im Blog schon einmal beschrieben wurden.


Abends genießen wir eine letzte Pizza im Il Molino und dann heißt es mittwochs schon wieder Abschied nehmen von den Freunden aus der Heimat. Die 16 Tage sind wie im Flug vergangen und wir bleiben alleine im Appartement der Marina zurück, da unser Boot an Land steht und ein neues Antifouling erhält.
Die Osterfeiertage erleben wir spektakulär in Licata. Prozession um Prozession schlängelt sich durch die engen Gassen. Die tiefe Religiösität beeindruckt nicht nur mich, mit Chris Voss, einer Engländerin, erlebe ich die Karfreitagsprozession, während der Jesus ans Kreuz geschlagen wird. Samstags abends werden wir von unserem Italienisch Lehrer Frater Agostino abgeholt und wir zelebrieren mit ihm gemeinsam die Auferstehungsmesse mit Osterfeuer, Kerzensegnung und 7 Lesungen, von denen ich zwei in Deutsch lesen darf. Tief beeindruckt kommen wir um 01:30 in unser Appartement zurück.



Lange schon habe ich keine Ostermesse mehr besucht und ich bin zufrieden, mich diesem Erlebnis hier in Sizilien gestellt zu haben.
Nun habe ich genug für heute geschrieben und Euch einen Abriss über die letzten Wochen gegeben. Ciao miei amici in Germania.
Frühjahrsputz
Was das Log schon offenbart hatte, wir waren kurz vorm Festwachsen im Hafen, lediglich die Wassertiefe (ca. 4m) hat schlimmeres verhindert. Unser Nachbar Bryan hatte uns nach seinem Tauchgang schon geraten Sonntag Abend loszufahren, um Montags rechtzeitig die Werft zu erreichen.

Sieht etwas verloren aus in dem Monster von Travellift, Giuseppe hat das aber sehr souverän im Griff.

Hoher Bewuchsdruck im Hafen, nutzt aber auch fast jeder als Vorfluter, sprich geht selten auf die Toilette im Waschraum.
Der Drehflügler war noch voll funktionsfähig, glaubt man erst mal nicht.

Fast einen Tag lang poliert, gefettet, Anoden erneuert.

4 Anstriche von blau (sah gut aus), über weiß (so lala), Mix aus blau und weiß (babyblau, sah auch gut aus) nach schwarz (sieht nicht so gut aus, passt aber zum grau des german tank). Echt viel Arbeit, besonders über Kopf zwischen den Kielen. Beim nächsten Mal werden wir auf blau enden, sieht wirklich besser aus.
Egal, erledigt. Nebenbei Relais getauscht, können jetzt wieder vorne und! hinten unseren Landstrom einspeisen und eine neue Decksdurchführung für die Kabel (Windgenerator, Solar, VHF-Antenne für das AIS und GPS-Antennen für AIS und Funke) gebastelt. Redundanz ist mein Lieblingswort, Stand-alone Gerät das zweite, Vernetzung aller Geräte ist eher nicht so mein Ding. Wird vielleicht alles irgendwann fertig, aber wir sind ja auch gerade erst mal ein 3/4 Jahr unterwegs.
Viel smalltalk und techtalk mit den Nachbarn auf der Werft, der ein oder andere hat böse Entdeckungen gemacht, wir Gott sei Dank nicht. Soweit also alles im Lot und Dienstag darf EIRA wieder schwimmen.
Frohe Ostern Euch allen und arrivederci.
Überraschung
Nachdem alle notwendigen Dinge für unseren künftigen Aufenthalt im Appartment von Ute und Joachim während EIRA’s Werftaufenthalt umgeräumt waren, habe ich alles für die morgige Kranaktion vorbereitet. Markierungen für die Krangurte, Leinen, Tagestank auffüllen etc. und, damit unser Loggeber nicht beschädigt wird, diesen durch einen Stopfen ersetzt. Erfahrung ist die Summe aller Fehler und diesen Fehler hatte ich vor Jahren mit ANKIE auf Mallorca schon hinter mir.

Das reinste Biotop und ich wundere mich schon lange, warum das Log nicht mehr funktioniert. Gleich mal Zitronensäure angesetzt und das Getier gebadet.

Nun dreht er wieder und sollte nach! dem erneuten Kranen wieder funktionieren.
Alles ready soweit und die Nervosität steigt.
In der Zwischenzeit hat die Skipperin mal wieder Land und Leute Programm absolviert. Es gibt einfach unglaublich viele alte Steine zu sehen und die Menschen laden dazu ein, das Land besser kennenzulernen. Da unsere Freunde Ute und Jo hier sind, unternehmen wir mit dem Auto einige Ausflüge. Wir sind zur türkischen Treppe nach Realmonte gefahren, bzw. nur bis Porto Empedocle und dann zu Fuß am Strand entlang. Die nette Barfrau hatte uns den Tipp gegeben, das Auto stehen zu lassen und den Fußweg zu nehmen. Bei schönstem Wetter sind wir gegen Nordwesten gewandert. Der Sand war warm, wenn auch der Wind frisch wehte. Die Scala dei Turche ist eine Felsformation kurz vor unserer Partnerstadt. Der weiße Kalk leuchtet in der Sonne. Wir setzen uns auf die Felsstufen und genießen die Sonne. Auf dem Rückweg lud ein Strandrestaurant zu Spagetti di Vongole ein. Der Tag war perfekt.

Einen Tag zuvor erklommen wir das Castello d`Angelo direkt über unserem Hafen gelegen. Ein steiler Aufstieg wurde durch einen sensationellen Weitblick belohnt. Ein 360° Panorama ließ im Süden das Meer leuchten, im Norden die Berge, im Westen und Osten die Küste. Unter uns lag der Friedhof, an dem ich schon mehrfach vorbeigegangen war und nun endlich haben wir uns die Kleinstadt der Toten angesehen. Die italienischen Friedhöfe unterscheiden sich komplett von den deutschen. Teilweise richtige Villen beherbergen ganze Familien, die Gräber sind mit Bildern der Verstorbenen geschmückt, Briefe, Herzchen und Kuscheltiere werden abgelegt. Ganze Putzkolonnen sind notwendig, um die aufwendigen Gräber zu säubern. Den Strandspaziergang mussten wir wegen Westwind abbrechen, außerdem hatte ich die falsche Kleiderwahl getroffen, für die Shorts wehte der Wind an diesem Tag definitiv zu stark.




Unser Hafen Marina di Cala del Sole

Mehr von Land und Leuten gibt es beim nächsten Blogeintrag. Der Skipper hat Hunger und die Spagetti Bolognese warten auf ihn. Arrivederci!
Wir leben noch
Ist schon eine Weile her seit dem letzten Beitrag, aber alles bestens hier, immer noch in Licata.
Der Geräteträger ist in der Entstehung (der gemeine Italiener ist eher etwas zäh in der Ausführung, dagegen kommen die Versprechungen wie aus der Pistole geschossen), die Verkabelung für die Solarpaneele ist soweit abgeschlossen und, Dank Jo’s Hilfe, das Horn hornt wieder! Mittlerweile habe ich verstanden wie das ganze System funktioniert und den Verdrahtungsfehler von Port St. Louis behoben. Am Montag kommt EIRA aus dem Wasser, schätzungsweise 1 Woche, möglicherweise aber nach Ostern erst wieder ins Wasser, mal sehen.

Die Bändsel hängen da rum, weil meine Nase nach direktem Kontakt mit dem noch ungewohnten Gestänge seit einer Woche bös aua macht.
Da wie gesagt der gemeine I… und so weiter, habe ich das Gestänge für das sehnlichst (Eignerin!) gewünschte Bimini kurzerhand selbst gebastelt. Die Näharbeiten sind beauftragt, aber s.o., kann noch etwas dauern. Alternativ Segeln wir eben oben ohne nach Malta und nehmen den Sonnenschutz auf dem Weg nach Montenegro in Empfang. Alles im Fluß, alles dynamisch und ein Plan, den man nicht ändern kann, ist ein Sch…plan.
Reparaturtechnisch bin ich also ziemlich im Soll, leicht italienisch angelehnt, kulturtechnisch wird euch Eva sicher noch berichten, die derweil mit unserem Besuch (Ute und Joachim) die Insel abklappert, weswegen ich in der Sonne sitzend, selbstverständlich mit einem birra bionda, schon mal blogge.
Mehr ist nicht passiert? Irgendwie nicht wirklich, aber die Tage sind ausgefüllt und alles andere als langweilig, braucht halt alles seine Zeit hier in Bella Italia, assimiliert sozusagen.
Ciao for now, arrivederci!