Abschied von Malta

Von der St. Pauls bay zurück nach Comino (war echt schwellig dort), Wiedersehen mit Chris und David und 4 Ankermanöver an einem einzigen Tag.

Eira blaue Lagune

Was für ein Stress. Gott sei Dank entschädigt uns das selbstgebackene Brot und natürlich ein Kuchen für die Strapazen, Eva hat das mittlerweile wirklich gut drauf.

Ausgeschlafen hat sie heute ein Wassertaxi nach Mgarr bestiegen auf der Jagd nach frischen Lebensmitteln und Eindrücken einer unbekannten Stadt. Ich bleibe derweil auf dem Boot, erfreue mich unserer Solarpaneele (1100 Uhr und die Batteriebank ist randvoll) und gönne mir frühzeitig das erste Bier, ist ja keiner da der meckern könnte. Morgen früh segeln wir zurück nach Sizilien mit wenig Wind zwar, aber einen unnützen Tag im Hafen zu verbringen ist auch nicht so der burner. Reine Güterabwägung zwischen Sprit und Hafengebühr.
Strom ist also definitiv kein Thema mehr, da ist eine ganze Welt zwischen 2017 und 2018, so benötigen wir keinen Landanschluß mehr, keinen nervigen Generator und die Windmühle bleibt auch still, bringt eh nur einen Bruchteil der Leistung.
Gestern hatten wir noch leichte Irritationen wegen der Einklarierung auf Malta, waren wir doch der Meinung das hätte die Marina erledigt, hat sie aber nicht und ist auch lt. David egal, der wollte das machen (Engländer), aber die port police wollte von ihm wissen warum eigentlich, Malta gehört zu Europa. Gut, wieder etwas gelernt und der Revierführer von Rod und Lucinda Heikell ist offensichtlich nicht auf dem neuesten Stand. Gerade winkt mir Eva aus einem größeren Wassertaxi zu und ich frage mich wie ich sie an Bord bekomme. Dinghy aufpumpen, alleine, wo das Bier noch nicht mal alle ist? Scheint schon wieder stressig zu werden, wo der Tag doch so schön begonnen hat…
Entwarnung, Eva hat einen Bootsverleiher gefunden, schöne Augen gemacht und schwupps ist sie an Bord.

Was für ein geiler Tag heute. Wenn Frau mal geschlafen hat, sieht die Welt doch gleich anders aus.
Unternehmungslustig wie ich heute bin, stoppe ich ein Motorboot und erfrage mir eine Mitfahrgelegenheit nach Gozo Mgarr. Der Mann von Gozo ist supernett und scheucht seine Motorbratze mit 150 PS über das Wasser. Wow, Ratz fatz bin ich in Mgarr im Hafen, werde in ein bereitstehendes Auto gepackt und zum Supermarkt chauffiert. Liegt auf dem Weg, meint Mann. Müll an Land natürlich auch entsorgt. Für all das zahle ich niente. Kaum zu glauben! Mein Taxidriver verdient sein Geld mit Liegestühlen in der blauen Lagune und reist viel. 30 Länder kennt er, dieses Jahr kommen 3 neue hinzu: Australien, Neuseeland und Tasmanien.

Bevor ich einkaufe, sehe ich mir die liebreizende, saubere Stadt an: Kathedrale ist leider geschlossen, kleine Kirche geöffnet, also setze ich mich rein und lasse das Murmeln der rosenkranzbetenden Frauen in mir nachhallen. Hier oben gibt es einen Bethlehem Park, in dem über Weihnachten die Geburt Jesus nachgelebt wird. Kleine Ställe, einfache Hütten, jetzt Esel und Hühner. Hier wird Korn gemahlen, zuvor gedroschen und man hat einen genialen Ausblick über den Hafen und die Inseln Comino, Comito und Malta.

Schließlich versorge ich uns mit frischen Lebensmitteln wie Kürbis, Süßkartoffeln, Salat, Brot und diversen Produkten, die es in Italien nicht gibt: süßsaure Chilisauße, Kokosnußcreme, Hühnerbrühe und natürlich Schoki für den Skipper. Mir habe ich 4 Dosen Panache gegönnt. Mit allem zurück um Hafen, dort direkt ein Wassertaxi zurück zur blauen Lagune für 5,-€ erwischt. So nun bin ich auf Comino und wie komme ich auf die Segelyacht? Nach den guten Erfahrungen des Morgens spreche ich einen sehr gut aussehenden jungen Mann an, ob er mich die 30 Meter zum Boot bringen kann? Und ja, er fährt mich! Und weil ihm unsere Yacht so gut gefällt, zahle ich auch diesmal nichts! Unglaublich!!! Ich liebe diese kleinen Inseln im südlichen Mittelmeer und ich weiß schon jetzt, dass ich hierher zurückkommen werde. Irgendwann und garantiert mit BOOT!

Im Hafen von Gozo habe ich die Reflection von Juliett und David gesehen. Wir bleiben noch dicht zusammen, die wir den langen Winter in Licata verbracht haben.
Ciao ragazzi a dopo Eva

2 Kommentare zu „Abschied von Malta“

  1. Einklarieren auf Malta – das wollte ich auch schon fragen! Ist doch mit Europäischer Flagge gar nicht mehr notwendig. Aber hat sich ja jetzt aufgelöst.

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s