Scotty, Energie!

Energiemangel ist der ständige Begleiter der Ankerlieger. Da noch kein Solarpaneel installiert ist, bleiben uns nur der Windgenerator (ab 3 Bft), der portable Generator (2,8 KW) oder die Hauptmaschine. Und das bei 4 hutzeligen (100 Ah/Stück) LKW-Starterbatterien. Uiiih, das kann nicht funktionieren, wenn dann auch noch der Kühlschrank 24 Stunden am Tag läuft ohne abzuschalten. Dieser hatte zu Beginn zu viel Kältemittel intus, das habe ich mittlerweile im Griff, so dass er a: zufriedenstellend kühlt (Bier, Wein!) und b: nur noch 12 Stunden läuft bei besserer Kühlleistung. Möglicherweise ist da noch etwas Potential übrig, ich taste mich heran.

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Das ist der Schlingel, der sich im Druckstutzen der Förderpumpe versteckt hatte (Umkehrosmose oder umgangssprachlich Wassermacher genannt). Konnte nicht funktionieren. Mittlerweile ist die Wasserproduktion angelaufen (1-2 mal pro Woche) und die Eignerin ist zufrieden.20170810_125053

Das funktioniert natürlich nur mit mordsmäßig viel Energie, da hat der Windgenerator in Verbindung mit den Batteriechen keine Chance.

Also perspektivisch muss die Batteriebank aufgepeppt werden, zuallererst mit Verbraucher!akkus, eventuell Gel oder AGM, wenn nicht sogar Lithium-Ionen. Da habe ich mich noch nicht entschieden und so lange wuchte ich eben den Generator auf’s Achterdeck und beschalle die Umliegenden mit 88 db, derweil wir unseren Gehörschutz überstülpen können. Akustische Umweltverschmutzung sozusagen.

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Kulinarisch kommen wir nicht zu kurz, Kaffee mit Kuchen, Pizza mit Wein, soweit alles okay, wenn es auch heute Nacht geregnet hat, dafür waren die Temperaturen am Morgen erstmals erträglich, hat ja was und das Salz der Überfahrt ist auch gleich weg.

3 Kommentare zu „Scotty, Energie!“

  1. Hallo Moritz, du hast völlig recht. An Solar führt hier kein Weg vorbei. Die Batterien werden solange genutzt bis sie hinüber sind, dann folgen neue. Solar hätte ich schon, aber das Boot stand ungeriggt an Land, ohne Sprayhood, ohne alles. Mittlerweile kann ich mir ein Bild machen wie Sonnenschutz und Geräteträger aussehen könnten, nächstes Jahr werden wir auch autark sein, ein 3,5 KW Inverter ist schon vorhanden und reicht für den handelsüblichen Wasserkocher nebst einzelner Induktionskochplatte locker aus. Zur Zeit passt alles, der Windgenerator deckt fast alles ab, der Kühlschrank war das Problem und normale Starterbatt’s sind eben nicht der Brüller. Wir haben uns aus diesen Gründen bewusst 2 Jahre Mittelmeer verordnet, bis die Technik und vor allem die Crew perfekt sind. Nach hinten bremst uns ja nur die Physis. Übrigens einen MPPT Laderegler mit 50A habe ich vorsorglich schon montiert und angeschlossen, fehlen nur noch ein paar Kleinigkeiten, war bei dem ganzen Hickhack gegen Ende zeitlich nicht mehr drin. Wird schon, wir bleiben zuversichtlich.
    Ibizza ist um diese Jahreszeit unverschämt teuer und hat nur wenige vernünftige Ankerplätze. Vielleicht am besten durchrücken an die Küste oder direkt Almerimar, gefühlt 1/2-2 Tage segeln oder segelt ihr der Kinder wegen ungern durch die Nacht? Liebe Grüße immer noch aus Pollenca, aber startklar für morgen, dann gehen wir die 10 Meilen an.

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  2. Zu Euren Energienüberlegungen möchte ich gerne unsere Lösung beschreiben, weil ich wirklich jeden Tag aufs neue begeistert bin.
    Wir haben zwei 120Ah Blei-Gel-Akkus und 400 Watt Solarpanele. Wir mussten nicht einmal den Generator, Motor, oder Landstrom nutzen, um unseren Energiebedarf zu decken. Wir haben 2 große Kühlschränke, die dauer laufen, die üblichen Navigationsgeräte, den stromfressenden Autopilot, einen Fernseher und einen 12V 20A Wasserkocher, mit dem wir unseren Kaffee, Tee und Kochwasser erhitzen. Auch bei bedecktem Himmel werden die Akkus über den Tag voll. Wasser kochen müssen wir an solchen Tagen allerdings mit Gas. Die Panele bringen über den Tag ungefähr 2 kwh, die voll absorbiert werden, weil sie dauernd Strom einspeisen. Deswegen reichen die 240 Ah-Batterien gut aus.
    Wenn wir die Energie mit einem Generator erzeugen müssten, würde es sicher länger als 4 Std. täglich dauern, weil zuerst vielleicht mit 500 Watt geladen wird, dann kontinuierlich immer weniger. Bis auf 100% Ladung hat man dann nicht mehr die Nerven, weil das Ladegerät nur noch unter 100W an die Batterie weiterleitet.
    Solar ist auf einem Boot hier im Süden das beste was es gibt finde ich. Die Batteriebank kann klein sein und wird immer wieder voll. Wie es dann in Deutschland im Herbst oder Frühling aussieht wird sich zeigen. Vielleicht muss man dann noch eine Batterie dazustellen.

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