Südwärts

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Am letzten Sonntag haben wir um 5:30 h die Mooring in Licata geworfen und Gozo angesteuert. Der Abschied fiel schwer, viele Freunde wurden verabschiedet und dann segelten wir mit der Genua südostwärts. Hohe Wellen, viel Wind machte das Reffen der Genua notwendig, während dieses Manövers, Frank trug keine Handschuhe, ging mein geliebter Skipper fast über Bord. Schrecksekunden, Hautabschürfungen und ein riesiger blauer Fleck bleiben als Erinnerung. Noch Mals gut gegangen. Handschuhe gesucht, gerefft und die 73 SM abgespult.

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Gegen 18 Uhr erreichten wir Mgarr, vier Boote aus Licata lagen bereits vorm Hafen vor Anker, ein Schiff im Hafen.

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Mit viel Wind und wenig Kette geankert und dank den vielen Fähren, viel Schwell. Schlechte Nachtruhe für den Skipper, ankerauf und weg nach Mellieha. Dank etwas Genua sind die 6 SM schnell gesegelt. Bei viel Wind von vorn werfen wir den Anker und 50 m Kette hinterher.

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Eira pendelt aus und wir liegen ruhig in der großen Bucht.

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Wir schlafen 12 Stunden und am Dienstag Morgen sieht die Welt gleich viel schöner aus. Frank macht das Dinghi startklar und wir steuern mit dem Beiboot die Stadt Mellieha an. Das kleine Dörfchen befindet sich oben auf einem Bergrücken. Eine alte Kirche, sie soll aus dem 12. Jh stammen, ist die Älteste von Malta. Natürlich besichtigen wir sie gerne und sind erstaunt über das uralte Altarbild, das Maria mit dem Jesuskind zeigt. Der Legende nach, soll dieses Bild von Lukas selbst gemalt worden sein.

 

Die Sakristei beherbergt eine Menge an Weihgaben, gestiftet von Menschen, die ein Marienwunder aus tiefer Not gerettet hat. Oberhalb der Felsenkirche befindet sich die 1948 erbaute Pfarrkirche.

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Über 24 Treppenstufen erreichen wir das World War II Raid Shelter Museum, das wir besichtigen. Wieder einmal sind wir zutiefst beschämt über das, was die Deutschen den europäischen Nachbarn antaten. Hier auf Malta versteckten sich die meisten Menschen während der zahlreichen Luftangriffe, auf Mellieha gab es zwischen 1941 und 1943 3300 Attacken, in ins Gestein gehauene Luftschutzbunker.

 

Wir gehen durch 500 m tiefe Höhlengänge, gerade einmal 2 m hoch und breit. 5000 Menschen suchten hier Schutz. Über die Zustände, die im Erdinneren geherrscht haben, mag man sich keine Gedanken machen, ein Wunder, dass die Menschen überlebten, wobei viele an Krankheiten wie Typhus starben und Flöhe, Läuse und Wanzen das Leben zur Qual machten.

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Zurück auf Eira sehen wir, dass Mojito in die Bucht einläuft. Wir verabreden uns zum Aperitif auf ihrer Privileg und verbringen einen schönen Abend.

Am nächsten Tag steht  Wasser machen  auf dem Programm. Frank ist damit mehr oder weniger den ganzen Tag beschäftigt, so lese ich und bereite ein paar Häppchen für einen weiteren Aperitif mit der Mojito Crew auf unserem Boot vor. Außerdem stelle ich ein Limonen Tiramisu her, das uns mittlerweile besser schmeckt, als das traditionelle Tiramisu.

Da Frank mit der Ausbeute des Wassermachens nicht zufrieden war, wird der Wassermacher am Donnerstag gereinigt. Ein langwieriges Verfahren, also habe ich Zeit zu schmökern. Nachmittags fahren wir mit dem Dinghi an den Strand und erkunden das Naturschutzgebiet.

 

Es erwartet uns eine landwirtschaftlich genutzte Fläche, die noch immer traditionell bewirtschaftet wird. Natursteinmauern umgeben die einzelnen Flächen, auf denen Kartoffeln und Zwiebel angebaut werden. Dazwischen wächst Wein. Die Ursprünglichkeit zeigt sich an großen Mohnblumenfeldern,

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deren sattes rot ins Auge sticht. Auf dem Rückweg machen wir ein schönes Foto von unserer Eira in der Bucht.

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Am nächsten Morgen heißt es Abschied nehmen von Mellieha. Starkwind ist angekündigt, den wir nicht hier oben ungeschützt abwettern möchten. Da die Besichtigung von Valetta und Malta eh auf dem Programm steht, buchen wir uns in der Msida Creek Marina einen Platz. Von hier aus können wir nun die Insel erkunden. Busse fahren im 15 Minuten Takt, rund um uns befinden sich die Botschaften der Welt.

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Euch ein schönes Wochenende! Es grüßt die Crew aus Valetta.

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