Zwischen den Inseln

Leider ist der letzt Blogeintrag verschwunden, bzw. nie auf unserer Seite gelandet. So begine ich nun wieder bei der Isla Asinara. Die Naturschutzinsel war nachhaltig schön, zumal wir am letzten Abend die einzigen in der riesigen Bucht waren, nachdem die Fähre die Insel wieder verlassen hatte.

Samstags sind wir mit Wind durch die Bucht gesegelt, unser Ziel war Porto Torres. Wir wollten den Hafen testen um dort eventuell meine Schwägerin Birgit und deren Mann Olaf an Bord zu nehmen. Schon beim einkaufen ist uns der morbide Charme aufgefallen. Niemand meldet sich auf unseren Funkspruch, also legen wir einfach mal an, nehmen pflichtbewußt unsere Papiere und suchen den Marinero. Gebäude verlassen und verdreckt. Auf dem Rückweg werden wir von einem Schweizer Ehepaar aufgeklärt. Die Marina ist seit letztem Jahr insolvent, kostet daher nix, aber Strom und Wasser sind nicht verfügbar. Außerdem erhalten wir Infos über Einkaufsmöglichkeiten, Waschsalon etc. Wir suchen den Supermarkt, kaufen ein, denn wir haben vor fast einer Woche in Alghero das letzte Mal gebunkert.

Sonntagsmorgens legen wir ab. Unser Ziel ist heute Castelsardo. Unterwegs legen Wind und Welle immer mehr zu. Das Geschaukel beim Segeln ist riesig, die Welle wird fast nicht mehr steuerbar. Da sehen wir auch schon die Mole. Nur, wie jetzt in den Hafen reinkommen bei der Welle. Der Wind weht heftig und treibt uns quasi in den Hafen rein. Ein Marinero steht schon bereit und weist uns einen Liegeplatz zu. Trotz des Windes legen wir souverän an. Die Marina ist gut aufgesteĺlt mit Supermarkt, Angelzubehör, Schiffsbedarf und Tankstelle, Waschsalon und 2 Restaurants. Dann erleben wir eine Überraschung. Meine Facebook Freundin Nicky Müller ist mit Ihrem Freund Jochen, einem Skipper in der Nähe und spontan verabreden wir uns zu einem Kennenlerntreffen. Schnell duschen, eine Wäsche in die Maschine und dann sind die Beiden auch schon da. Wie toll, dass wir uns nun auch persönlich kennenlernen. Wir verstehen uns auf Anhieb, Jochen ist Skipper und fährt mit seinen Gästen rund um Sardinien und Korsika. Da gehen uns die Gesprächsthemen natürlich nicht aus. Viel zu schnell ist der Nachmittag vergangen und die Beiden fahren zurück zu ihrem Boot. Am nächsten Tag erkunden Frank und ich das uralte Städtchen Castelsardo, mit seinen engen Gassen hoch über der Bucht gelegen echt sehenswert. Später erkunden wir die Einkaufsmöglichkeiten, die hier fantastisch sind. Abends Braut sich ein Gewitter zusammen, daher verstauen wir die Elektronik im Backofen. Daher bekommen wir auch nicht mit, dass Frank’s Schwester versucht, uns zu erreichen. Der geplante Urlaub bei uns an  Bord muß abgesagt werden, da Olaf schwer erkrankt ist. Welch ein Schock mitten in der Nacht. Wir sind beunruhigt und finden keinen Schlaf mehr. Schade, wir hatten uns auf die Beiden so gefreut. Die nächsten Tage bringen keine Entwarnung, was den Gesundheitszustand von Olaf betrifft. Nach 2 Tagen Sturm, den wir im Hafen abwettwern verlegen wir in die Cala Marmorata, dafür , müssen wir durch die Straße von Bonifacio Segeln. Oft entsteht hier eine erhebliche Düse, doch heute ist alles ruhig. Die Bucht ist traumhaft und erinnert mit dem kristallklaren Wasser und den Steinen an die Seychellen. Wir genießen die Nacht, Schwimmen und genießen die Einsamkeit. Morgens legen wir ab Richtung Maddalena Archipel. Es ist so unglaublich schön hier, leider herrscht hier viel Segelbetrieb. Ich bekomme fast die Panik. Zumal wir eigentlich nach Cannigione wollen und gegen an kreuzen müssen. Nach 2 Stunden brechen wir ab und steuern La Maddalena direkt an. Cala Galleta wird uns über Nacht aufnehmen. Wir liegen mitten in der Stadt, gehen abends Essen und staunen über die vielen Menschen. Auf dem Nachbarboot sind Deutsche, die zum wiederholten Male hier sind und uns Tipps geben. Wir erstehen eine Naturparkvignette und ab geht es ins innere des Archipels. Die erste Nacht verbringen wir in der Cala Palma auf Cabrera und haben Mühe, die Boje zu erwischen. Schwimmend kann Frank alles richten. Morgens, nach einem Bad in der Bucht, machen wir uns Richtung Maddalena Ostküste auf. Hier hilft uns der Marinero beim Bojenandocken und wir basteln mal wieder den ganzen Nachmittag am Schwimmerschalter vom Grauwassertank. Gleich gibt’s mehr von den Inseln.

 

 

Ein Gedanke zu „Zwischen den Inseln“

  1. Wow Eva was für ein Bericht. Das mit der verlassenen Marina, da könnte man fast einen Krimi draus schreiben. Zumindest hab ich mir das so vorgestellt :-).
    Und dann das Kontrastprogramm.
    Wünsche deinem Schwager gute Besserung und euch weiterhin alles Gute

    Andrea

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