Back on track

Am 02.10. war es soweit, zurück auf EIRA und vorbereiten auf die Überfahrt nach Sizilien.
Erste Überraschung, es wird kein Seewasser angesaugt, demzufolge die WC-Spülung nicht funktioniert. Die Ursache waren eine Menge Haare nicht im Filter, nein im Ansaugstutzen. Wir saugen unser Seewasser aus dem gleichen Rohr an, durch welches ein Teil unseres Cockpits entwässert wird, natürlich auch wenn wir dort duschen. Heureka! Wie dahemm. Das hat allerdings eine zeitlang gedauert diese überhaupt erst einmal zu finden.

Schmodder, Haare und sonst so einiges.
Da drin, kann nicht gehen.

Zweite Überraschung, der Motor fördert kein Kühlwasser. Das wiederum ist ein schwerwiegendes Problem.
Impellerpumpe ist ok, Seewasserfilter frei. Der Getriebeölkühler schwächelt auch schon seit geraumer Zeit, ideal diesen nun zu ersetzen.

Reichlich angegammelt.

Allein er war es auch nicht. Der Ölkühler war komplett dicht. Ablagerungen aus dem vorgeschalteten Getriebekühler und weiß der Teufel noch was so alles. Also ein klassischer Fall für ein ausgiebiges Bad in Zitronensäure, hat einen ganzen Tag geblubbert und nun ist er wieder willens das Seewasser durchzulassen.

Hackedicht, kein Durchkommen mehr.


Mit der Säure habe ich auch unsere Trinkwassertanks gereinigt. Das Wasser ist nun nicht mehr bräunlich und weil ich alles über das Waschbecken im Bad abgepumpt habe, pumpt auch das WC wieder wie Bolle. Habe offensichtlich den Schlauch zum Seeventil im Bad gleich mitgereinigt.
Mittlerweile ist auch Morten, ein Nachfahre der alten Wikinger eingetrudelt. Wir wollen die Überfahrt gemeinsam absolvieren, kaufen noch ein und legen am 12.10. ab, direkt nach Ibiza. Gleich am Nachmittag beißt der erste Fisch, ein kleiner Bonito und am nächsten Tag eine Dorade. Beide leider noch etwas jung, aber schmackhaft. Da ist es überaus praktisch, dass wir die Vorräte mittlerweile einfrieren können, Kühlbox sei Dank.

Nr. 1
Nr. 2

An der Ostküste von Ibiza legen wir mitten in der Nacht im Hafen von Santa Eulalia an und hauen uns erst mal einen ordentlichen Schluck Rotwein in de Kopp, wohlverdient.
Am 16.10. legen wir morgens ab und segeln durch die Nacht nach Mallorca, Porto Colom an der Ostküste. Morgens an der Tanke eine echte Überraschung. Nur 1,16€/ltr. Da werden gleich mal 500 € im Tank versenkt, sollte bis zum Frühjahr reichen.

Den nächsten Tag in die Baja de Arta und am 18.10. morgens um 0600 auf nach Menorca, Cala Teulada in der Bucht von Mahon. Leider geht mir unterwegs ein Schwertfisch vom Haken, aber der nächste wartet sicher schon.
Wo im Sommer die Hölle los ist, liegen wir allein mit einem weiteren Boot.
Heute ist Putz- und Ruhetag, morgen gehen wir für einen Tag in den Hafen zum Einkaufen und Donnerstag wollen wir die 200 sm direkt nach Carloforte, Sardinien, in Angriff nehmen.

Im Gegensatz zu den vergangenen Sommern können wir fast alles segeln, freundlicher Nebeneffekt zum verspäteten Saisonbeginn.

Bis die Tage, Morten und Frank

2 Kommentare zu „Back on track“

  1. Hallo Frank,

    schön geschrieben!

    Liebe Genesungswünsche auch an Eva. Ich halte Euch die Daumen, das Ihr Euren Segeltraum weiterverfolgen könnt.

    Falls Du mal eine kundige Hand brauchen, melde Dich einfach bei mir.

    Viele Grüße

    Franz

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