Rückblick# Ausblick

Ziemlich blauäugig bin ich am 2.7.17 zu unserer Reise mit der SY EIRA gestartet. Kaum einen Plan, was mich da erwartet. Umso härter war das lange Ausrüsten des Bootes in Port Napoleon. Heute klar: auch Frank mußte sich mit dem Schiff anfreunden. Und dann ging es endlich los. Nur weg vom Rhone  Delta und hin zur spanischen Grenze. Geprägt von viel Wind, mehr, als man als BEGINNER haben möchte ging es über Port Camarque, einfach riesig, nach Port Gruissan. Freunde aus der Heimat erwarten uns hier. Wie schön, hier Saarländer zu treffen. Wir ELFERRÄTE HALTEN ZUSAMMEN, genießen Wind und Welle und vor allem das Grillgut aus der Heimat. Schön, Euch hier zu treffen: Tanja, Elias, Hans – Gerd, Dorothe, Lena und Georg. Das Boot wird ausgerüstet mit Sprayhood und Dinghi, getestet auf Herz und Nieren und los geht es Richtung spanischem Festland. Endlich den Nordostwind loswerden. Ein stabiles Hoch wird genützt Mallorca zu erreichen. Unruhe, Angst und dann das: spiegelblankes Meer, ein grandioser Sternenhimmel und die Venus. Wow. Unvorbereitet trifft mich die Weite der Nacht. Dafür lohnt sich alles, selbst durchwachte Nächte. Kreuzfahrer und Frachtschiffe passieren unseren Kurs, die Nacht geht, der Tag kommt. Die Felsen des Cap Formentor zeigte sich im Morgengrauen. Am Nachmittag ankern wir vor Pollenca. Den ganzen August verbringen wir hier, treffen wieder auf Freunde aus der Heimat, lernen neue Freunde kennen. Es ist heiß und wir stellen fest, dass heiß einfach heiß ist und viele Reparaturen auf uns warten. Endlich geht es weiter: Menorca und Sardinien eröffnen neue Perspektiven. Menorca kennen wir aus 2011, Erinnerungen werden wach an Ray Black, einen Australier aus Brisbane, den wir in Adaia kennenlernen durften. Frank ist mit ihm über den Atlantik nach Martinique gesegelt. Leider hat ihn der Krebs viel zu früh genommen.  Erinnerungen an eine schöne Zeit und tolle Menschen. Wieder Menorca. Für eine Nacht, eine traumhafte Ankerbucht bei Mahon, wenn es uns auch fast den Kiel gekostet hätte. Am nächsten Morgen geht es auf in ein neues Revier: Kurs Sardinien liegt an, doch zuerst haben wir einen fremden Passagier an Bord, ein Vögelein will mit uns nach Italien. Nach kurzen Preisverhandlungen wird klar, dieser Vogel wird nicht von Spanien nach Italien emmigrieren. Aber wir sind bereit für ein neues Land. Italien will erkundet werden, wir starten in der Bucht von Alghero, viel Geschichte und viel Wind erwartet uns. Nette Begegnungen, tolle Küche, gutes Olivenöl erwarten uns. Wir lassen uns ein auf Jahrtausende alte Geschichte. Die Zeit verfliegt, wir verlegen wieder in einsame Buchten und schaffen den Absprung in den Norden. Viel Geschaukel und dann die Naturschutzinsel mit den Eseln und Schildkröten. Einsam ist es geworden. Wir genießen es und landen in einem toten Hafen, Konkurs, kein ENTGELT, KEIN Strom und Wasser. Weiter. Castelsardo, die Familie will uns besuchen. Es kommen Facebookfreunde. Die Schwester muss in Deutschland bleiben. Schmerz, Angst, Hoffnung, wir bleiben alleine an Bord und erforschen neue Gegenden. Schade, wir haben uns soooo auf die Familie gefreut. Angst ist unser neuer Kurs. Jede Kirche ist willkommen, jede Kerze ein Signal nach Deutschland: wir denken an Dich!

Wir erforschen das Maddalena Archipel, dann Korsika. Wow, wir machen Strecke, wenn auch mit sehr viel Wind, keine Ruhe, immer weiter. Endlich: Korsika, Porto Vecchio. Tanken, Sturm, warten. Weiter: Ostia, Sturm, weiter, nach Süden, ankommen in der Nacht, Pontinische INSELN, WOW, stille Strände, viel Seegang, keine Ruhe. Ischia, traumhaft, alte Stadt, viel Geschichte, kranke Haut. In die Bucht von Napoli. Wieder Geschichte pur. Die Skipperin verliebt sich in die Gegend und die Menschen. Das Leben an Bord wir aufregend: viel zu sehen: Ercolano, Pompeji, Vesuv, Castelammare di Stabbio. Weiter, Almafi Küste, Züge, High Speed, Kultur pur. Ein Gefühl von: hier ist es gut, hier mag ich sein.  Zu Hause. Weit weg davon und doch irgendwie nah. Weiter. Die Küste ist lieblich, die Menschen auch, Bucht von Salerno. Toller Sonntag, will bleiben, wir müssen weiter. Agropoli, teuer   PAESTUM, GESCHICHTE, Weltkulturerbe, grandios, weiter, Repartur, Aufenthalt, die Tage werden kürzer, die Etmale, Tagesstrecken länger. Lange Wege. Mitte OKTOBER erreichen wir den unteren Stiefel mit Vibo Valentia. Reparieren und leeren den Fäkalientank, ein Fehler, der zu Reparaturen bis in die Nacht führt.

Wir wollen auf die liparischen INSELN. Oh, mein Gott, wir reparieren bis nach 21 Uhr. Aufräumen, kochen, ablegen früh am Morgen. Die Liparischen Inseln rufen. Kein Wind. Nur Motor. Stromboli erreichen wir am frühen Nachmittag. Wow. Im Dunkeln sehen wir die Abstiege der Vulkanbesteigung. Am nächsten Morgen besichtigen wir die Insel. Dann geht es hoch auf den 1000m hohen Stromboli. Die Ausrüstung passt. Das Erlebnis im Dunkeln ist GREAT. Der Vulkan spuckt und speit. Der Abstieg in der Nacht ist  anstrengend. Weiter nach Lipari, Besichtigung der Altstadt mit Museum. Ganz tief tauchen wir ein in die Geschichte. Die Abreise der liparischen INSELN gestaltet sich aufregend. Rechts Lipari, links Vulcano, Traditionssegler dazwischen, Salina,,,,,,,. Wir wollen bleiben und müssen leider weiter. Am Abend Cefalou kein Platz, viel Schwell, ablegen mitten in der Nacht nach Palermo. . Dort Zwangsaufenthalt, viel Weltkulturerbe, Diebstahl der Angel, schlechte Stimmung an Bord. Tagelang. Großstadtfeeling und dann doch weiter gegen Westen. Aufstehen ganz früh am Morgen, 6 Uhr. Schöne Westküste mit viel Welle. Trapani in der Nacht. Um 7 Uhr weiter Richtung Marzalla del Velo. Dort den Satyr im Museum besichtigt. Museum für einen griechischen TÄNZER. WOW. Nun geht es nach Sciacchia. Hier müssen wir 3 Tage bleiben, dem Wind geschuldet. Die Stadt bietet viel, sehe mir alles an. Dann geht es weiter nach Licata. Ganz früh am Morgen um 6 legen wir ab um abends um 17 Uhr in Licata anzulegen. Was für eine tolle Gegend in Sizilien, es ist warm, die Marina bietet viel Sport und Abwechselung. Wir sind angekommen.

Der Ort mit seinen 40000 Einwohnern will erkundet werden. Wochenmarkt. Nette Menschen. Barbeque am Sonntag. Pilates am Montag. Italian Lessons at Monday and Friday, Yoga 3 times a week. HIIT 2 times a week. Circle Training Mittwoch. Es geht uns gut. Die Gegend ist geprägt von Landwirtschaft. Neue Freundschaften werden geknüpft. Happy Hour sollte dazu genutzt werden. Unsere Mitüberwinterer kommen von Alaska bis Australien. USA, Schweiz, Österreich, Gibraltar, Finnland, Schweden, Norwegen, Deutschland, GB, Kanada, Frankreich, Italien. International, Probleme mit dem Schengenraum. Eine Welt, muss das sein.

Wir freuen uns auf neue Abenteuer im Jahr 2018 und hoffen, es treibt uns Richtung Griechenland.

Wir wünschen uns Zeit nach den Sternen  zu greifen, und Zeit, um zu Wachsen-das heißt nun zu reifen. Wir wünschen Euch neu zu hoffen, zu Lieben. Es hat keinen Sinn, dies zu verschieben.

Wir wünschen Euch zu Euch selbst zu finden, jeden Tag, jede Stunde als Glück zu empfinden.

Wir wünschen Euch Zeit, auch um Schuld zu vergeben. Wir wünschen Euch, Zeit zu haben zum LEBEN.

Mögen alle Eure Wünsche in Erfüllung gehen, damit wir uns Ende 2018 wiedersehen und Zeit haben das Erlebte mit Staunen zu betrachten und als wertvoll zu erachten. Bleibt bitte gesund und uns treu als Leser.

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2 Kommentare zu „Rückblick# Ausblick“

  1. Hallo Ihr Liebe!

    Eine sehr schöne Zusammenfassung. Habt eine geruhsame Zeit in der Heimat. Mögen Eure weiteren Vorhaben immer von Erfolg und schönen Erlebnissen und Begegnungen begleitet sein. Auf jeden Fall werden Eure Blogs mit Interesse erwartet und verfolgt.
    GlG Karin

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