Im kalten, grauen Deutschland

Am 12.12. Haben wir nachmittags bei strahlendem Sonnenschein die Marina via Catania mit dem Bus verlassen. Zum Flughafen kostet das Busticket 8,50€ bei einer Fahrzeit von ca. 2 Std 15 min ein Schnäppchen. Ein Mal hält der Bus in Gela und wir haben Zeit, die Landschaft zu genießen. Zu Beginn können wir immer wieder einen Blick auf das Meer erhaschen, und ja, wir sind es noch nicht überdrüssig, das Meer zu sehen. Im Gegenteil, wir nehmen für 6 Wochen Abschied von einem Ort, der vorübergehend unser Zuhause geworden ist. Die Busfahrt gewährt uns immer wieder einen Blick auf den Ätna, der Schnee der vergangenen kalten Tage schmilzt bei frühlingshaften Temperaturen. Wir steigen unmittelbar vor dem Airport aus und machen uns auf den Weg zu unserem B&B, Fontanarossa. Dort werden wir von der Besitzerin herzlich begrüßt und sie richtet uns Grüße der Crew aus Alaska aus. Nettes Willkommen. Zum Abendessen vertilgen wir die bisher größte Pizza Italiens und genießen das italienische Flair. Früh morgens machen wir uns auf den Weg zum Flughafen. Mit 45 min Verspätung geht es dann endlich Richtung Deutschland. Das Chaos beim Boarden erinnert an das Treiben in einem Kindergarten, letztlich hat dann aber jeder Italiener/in einen Platz und wir steigen in die Luft. Man könnte den Flug als unspektakulär bezeichnen, wenn da nicht der grandiose Blick auf die Alpen gewesen wäre. Bei ganz klarem Himmel und strahlendem Sonnenschein ist jeder Gipfel und jedes Tal klar und deutlich zu sehen. Leider können wir das schöne Wetter nicht konservieren, in Frankfurt werden wir mit Regen begrüßt. Während der Zugfahrt über Mainz , Bad Kreuznach, Idar- Oberstein, St. Wendel setzt dann stürmischer Schneefall ein, der das ganze Land mit Puderzucker bedeckt.

In Saarbrücken warten unsere Freunde Ute und Joachim auf uns. Die Wiedersehensfreude ist groß und wird abends bei Dibbelappes und Wein entsprechend gefeiert. Ein halbes Jahr haben wir uns nicht gesehen, oft aneinander gedacht, manches mal telefoniert und Whatsapp Nachrichten versendet. Der Abend endet spät in der Nacht. Der nächste Tag gehört der Familie und dem Ankommen in Eppelborn.

Freitag ist Arzt- und Friseurtag. Wenn man wie ich über ein halbes Jahr sich die Haare selbst geschnitten hat, dann ist der Besuch bei Haartiste Coppola ein absolutes Highlight, das es zu genießen gilt. Frisch gestylt kann es samstags auf den Weihnachtsmarkt gehen. Viele bekannte Gesichter werden erblickt, herzliche Umarmungen gibt es gratis dazu.

Dann steht ein weiteres Familientreffen an: in Dillingen gilt es, sich von Frank’s Familie verwöhnen zu lassen. Wie schön, alle an einem Tisch zu haben, selbst die Nichte aus Berlin und der Neffe aus Brüssel sind angereist.

Da Familien im Saarland groß sind, treffen wir Sonntags beim 80. Geburtstag meines Patenonkels Hermann die Cousine und Cousins meiner väterlichen Linie. Die Küche im Gasthaus Rech verwöhnt uns mit saarländischen Spezialitäten und die selbstgebackenen Kuchen munden sehr.

Am Montag kann ich dann feststeĺlen, wie einfach das Landleben ist. Wenn man Wäsche waschen will, geht man einfach eine Etage tiefer an die Waschmaschine des Brüderleins und muss nicht den Rucksack mit der Schmutzwäsche packen, Fahrrad besteigen, Helm anziehen und quer durch die Stadt radeln. Auch das Geschirrspülen ist schnell erledigt: Maschine auf, Geschirr rein, das war’s.

Auch unser Domizil in der Waldfriedstraße ist hervorzüglich groß und komfortabel. Da bleibt kein Wunsch offen, na ja, vielleicht doch einer: das Wetter könnte besser sein! Das liegt jedoch nicht in unserer Macht. Und das ist gut so, denn ich würde die Temperatur um 10 Grad erhöhen, mindestens. Die Grippe hat sowohl Frank, als auch mich erwischt, wir sind das Wetter eindeutig nicht mehr gewöhnt, schniefen und husten uns durch den Tag.

Jetzt bleibt mir zum Ende des Jahres zu sagen: wir wünschen Euch allen ein paar ruhige und besinnliche Tage. Hört auf zu hetzen und zu rennen, setzt Euch zusammen mit Menschen die Euch wichtig sind und genießt das Weihnachtsfest. Das neue Jahr wird bald  beginnen, Zeit sich auf das Wesentliche zu besinnen: Gesundheit und Zufriedenheit wünscht Euch die Crew von Eira. Bleibt uns auch im neuen Jahr treu, es wird weitergehen Richtung Osten, das ist jetzt schon sicher.

Bleibt gesund, wo auch immer ihr  gerade seid.

 

 

 

 

 

 

4 Kommentare zu „Im kalten, grauen Deutschland“

  1. Hallo meine liebe Eva, bin jetzt erst dazu gekommen die letzten 3 Einträge zu lesen. Wie ich mir manchmal wünsche, wir könnten auch endlich los. Anfang der Woche e hat es mich auch niedergestreckt. -Passend so kurz vor Weihnachten! Aber langsam geht es auch wieder aufwärts. Ich wünsche Dir und Deinem Gatten ein schönes Fest und einen guten Rutsch und freue mich darauf weiter von Euch und Euren Abenteuern mit Eira zu hören. Ganz liebe Grüsse Anja

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  2. Hallo Ihr Lieben!

    Auch Euch ein schönes und entspanntes Weihnachtsfest. Genießt die Zeit in der Heimat und werdet bald wieder gesund.

    Liebe Grüße
    Karl-Heinz & Karin

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  3. Hallo Eva, hallo Frank,
    ich wünsche Euch ein besinnliches Weihnachtsfest, ein braves Christkind und ein gutes neues Jahr 2018.
    Bleibt gesund, geniesst das segeln und schreibt weiterhin so interessante Blogs.
    Ganz liebe Grüße
    Franz

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