Alles hat ein Ende….

nur die Wurst hat zwei. Heute war unsere letzte Ausfahrt, der Etna ist schon schneebedeckt und wir sind kurz vor dem Heimflug. Die Umkehrosmose hat noch einmal alles befüllt, morgen früh wird sie stillgelegt für die nächsten Monate. Der jährliche Öl- und Ölfilterwechsel standen an, also war das alles ein Aufwasch sozusagen. Heute morgen hat noch unser Nachbar gestaunt, wie preiswert eine 11 kg Propangasflasche mit LPG gefüllt werden kann, illegal zwar, aber die Italiener sind in dieser Beziehung äußerst geschmeidig. Keineswegs zufällig hatte ich den passenden Adapter dabei und wurde lediglich 15 € ärmer, Gasverbrauch an Bord für 4-5 Monate. Akzeptabel und nicht vergleichbar mit Butan (Campinggas), da liegen Welten dazwischen. Nun will er auch so was, passt auch in seinen Gaskasten, da wird er wohl aufrüsten müssen.

Ansonsten plätschern die Tage so dahin und verpuffen regelrecht. Sonnenschein zwischen 09:00 und 16:00, dann wird es kurz frisch und die Nächte sind wieder mild. Tagsüber geht noch kurze Hose (jeder Sizilianer würde erfrieren), aber wenn die Sonne den Horizont küsst ist Schluss mit lustig, dann muss der Dieselofen die Bude heizen. Nicht wirklich tragisch (denkt man so an Deutschland!), aber sogesehen auch kein Ganzjahresrevier wie die Kanaren. Jammern auf hohem Niveau, ich weiß….

Eine Lanze brechen muss ich noch für diesen Hafen. Heute morgen flitzt uns der Marinero hinterher um sicherzustellen, dass EIRA nicht entführt wird, gegen Nachmittag kommt er angedüst um uns beim Anlegen zu helfen. Nicht wirklich notwendig, aber aufmerksam. Die Hafenverwaltung ist echt bemüht und die Comunity der Langfahrtsegler ist erfrischend, witzig und unterhaltsam. Alle naselang ein Ausflug, Treffen mit Sizilianern und natürlich Happy Hour 2 mal die Woche und BBQ am Sonntag. Das alles neben Yoga, Pilates, FIIT, Zirkeltraining und last but not least der Italienischkurs für Anfänger von Frater Agostino, ein wirklich netter Priester, der uns regelmäßig an die Grenzen bringt und einen Einblick in die schwierige Sprache bietet.

Erstaunlich ist auch die Tatsache, dass hier die ganze Welt versammelt ist. Schweden und Alaska sind diese Woche dazugekommen. Englisch ist Pflicht, Deutsche sind eher selten. Zur Zeit ist US vorherrschend, aber die müssen regelmäßig aus dem Schengen-Raum (90 Tage drin, 90 Tage draußen innerhalb 180 Tagen). Da hat die EU die Konditionen der „Amis“ einfach übernommen. Schade eigentlich, die geben hier einfach nur ihr Geld aus, aber wie du mir, so ich dir. Da wird einem Europäer der ganze Visaschwachsinn wieder bewusst auf dieser kleinen Kugel, die mit einem Segelboot locker umrundet werden kann. Alles im Anblick jedoch von Nordafrika, quasi ums Eck hier, und den ganzen Migranten in erbärmlichen Gummiwutzen, mit denen ich maximal in Strandnähe umherfahren würde.

Konkret krass ist Evas neuer Ausdruck und dem kann ich nichts hinzufügen.

Buena notte von Frank, der das verdammte Kabel nicht gefunden hat um noch ein paar Bilder von der Kamera auf das Schlappi zu übertragen und diese in den Beitrag einzufügen.

Ein Gedanke zu „Alles hat ein Ende….“

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