Leben an Bord

Nach wenigen Nächten läuft bereits vieles routiniert ab. Mehrmals am Tag prüfe ich, ob wir Landstrom haben, Warum: ganz einfach, bereits mehrfach ist der Strom ausgefallen, weshalb, wissen wir noch nicht. Gestern hat Frank die Kabeltrommel geprüft: funktioniert. Also beobachten, damit die Batterien nicht leer gefahren werden. Wir können Kaffee und Tee sowohl mit Wasserkocher bereiten als auch mit Wasserkessel auf dem Gasofen. Der Verbrauch an Gas muss hoch gehalten werden, damit wir die an Bord vorhandene Flasche leeren, bevor wir hier endgültig ablegen. Eine zweite neue Gasflasche ist noch im Auto.

Das Kochen mit Gas bereitet mir viel Freude. Es ist zwar keine neue Erfahrung, ich bin jedoch immer wieder fasziniert, wie schnell Gas ist. Auch die Pizza war lecker, wenn wir auch den Fehler gemacht haben, die Pizza mit Oberhitze zu garen, anstatt mit Unterhitze. Das war dem Umluftofen zu Hause geschuldet. Denn im trauten Heim habe ich meistens mit Umluft gebacken.

Einkaufen gestaltet sich etwas schwierig, weil ohne Auto oder Fahrrad ist der Weg lang und beschwerlich. Daher genieße ich es, mich einfach in das noch vorhandene Gefährt von Frank zu setzen und nach Port St. Louis zu fahren. Es gibt 3 Supermärkte, mein Favorit ist der Intermarche. Bis auf frischen Fisch ist dort alles erhältlich. Insbesondere Obst und Gemüse haben es mir angetan.

Man stellt riesige Unterschiede zwischen den Produkten zu Hause und den örtlichen fest. Alles reif geerntet und daher von einer anderen Qualität. Die Honigmelonen schmecken herrlich, sind saftig und süß: einfach sensationell. Ich will jedoch nicht, dass Euch das Wasser im Mund zusammenläuft, obwohl, sie schmecken echt gut.

Die Arbeiten an Bord gehen voran. Heute haben wir schon den Spibaum am Mast befestigt. Diverse Schoten gereinigt, per Handwäsche, also etwas aufwendiger, als einfach in die Maschine zu werfen. Ein Fall muss gekürzt werden, dies erledigt gerade Frank, während ich im Restaurant einen Café au lait trinke und diesen Bericht schreibe.

Die Arbeit ruft, daher à bientôt.

Mittlerweile ist auch der Grossbaum mit Rodkicker und Grossschot montiert, fehlen nur noch der Feintrimm des Mastes und die Segel. Gewichtstrimm nicht zu vergessen, EIRA tunkt ihre Nase recht tief in die Hafenbrühe.

Wozu braucht man das ganze Getüdel da? Echt verwirrend.

 

Leben an Bord

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