Beobachtungen

Als wir am Freitag von Port Camarque nach Cap dÁǵde unterwegs waren, haben wir extrem viele Fischer beim Fang beobachten können Die ganze Bucht war markiert mit diversen Fischerbojen. Ein großer Trawler kreuzt unseren Weg und zieht sein Netz hinter sich her. Möwen umkreisen das Schiff und auf einmal ruft Frank: da schwimmen Delphine. Natürlich will auch ich die possierlichen Tierchen beobachten. Also Autopilot ein und einen Blick auf das Spiel der Delphine werfen. Es waren dann doch ein paar mehr Blicke,  wie ihr euch sicher denken könnt.

Danach ging es zuerst mit Motor weiter. Querab von Sète haben wir den Kurs geändert und konnten endlich die Segel lüften. Kaum waren diese oben, was bei unserer Segelfläche nicht so ganz einfach ist, fing es an zu Regnen: aus heiterem Himmel. Davon haben wir uns aber nicht abhalten lassen. Frank musste meine leichte Regenjacke suchen und es ging in Rauschefahrt weiter. Etwas kreuzen, dann hatten wir die Bucht von Cap d´Áǵde erreicht. Wir schnappen uns eine Boje und springen zum ersten Mal für dieses Jahr ins Mittelmeer: eiskalt, so ist zumindest das Gefühl, doch sehr erfrischend. Nun kann endlich auch die Badeleiter geputzt werden. Mit einer Bürste wird das Teakholz bearbeitet.

Zur Belohnung gibt es dann Spagetti Cabonara mit Tomatensalat. Lecker!

 

 

 

 

 

Port Gruissan

Schon wieder eine Woche vorbei, oder auch mehr. Letzten Montag haben wir die Nase mal aus dem Hafen gesteckt, erste Gehversuche sozusagen. Ließ sich ganz gut an bis auf den Anleger. Wir haben zwar niemanden auf Grund geschickt, die Sorge stand unseren Bootsnachbarn deutlich auf die Stirn geschrieben, war aber echt nicht der Brüller, üben wir noch.

Dienstag das Auto geräumt (leer!) und direkt verkauft im Hafen, tatsächlich noch € 400 erlöst. Das Rigg noch etwas durchgesetzt und EIRA aufgeklart.

Mittwoch doch tatsächlich den Hafen verlassen, bevor wir endgültig festgewachsen sind. Schöner Segeltag nach Port Camarque und Treffen mit Eva’s Facebook Bekanntschaft. Wir lagen direkt in der Einflugschneise dieses riesigen Sportboothafens und bekamen einen Eindruck was es heißt, in der Hochsaison am Brennpunkt zu sein.

Freitag dann Richtung Cap d‘ Adge zum Schaukeln an einer Boje vor der Hafeneinfahrt, was für eine bescheuerte Idee!

Samstag nach Port Gruissan, Tanja, Hans-Gerd und Elias besuchen. Sonntag einen kleinen Schnuppertörn unternommen und rechtzeitig zurück zum Hafen, denn mittlerweile bläst es mit 6-7 bft mit heftigen Böen, da wäre Auslaufen recht sportlich und will auch keiner so richtig. Also Wäsche waschen, einkaufen, Smoothie zubereiten und abwarten bis Donnerstag. Dann wollen wir unseren Freunden das Segeln mal ernsthaft zeigen, denn Doro, Lena und Georg sind schon halb im Anflug hierher. Volles Programm und überhaupt nicht langweilig.

Segeln klappt schon recht gut und unser Dickschiff ist keineswegs lahm, erst recht nicht, wenn wir diesen Monsterlappen, genannt Genua, ausrollen. Dann geht echt die Post ab und 6-7 Knoten bei einem schwachen 3er sind allemal drin. Hätte ich nicht gedacht. Jetzt muss ich aber zurück zum Boot, unser Fahrer (Hans-Gerd)  für den Großeinkauf wartet schon. Bilder folgen später, wollte nur mal kurz berichten, dass wir noch schwimmen.

Frank