Lernkurve

Eindeutig ansteigend, finde immer etwas neues.

Neulich war ich mal wieder der Meinung basteln zu müssen, Langeweile und die Neugier auf das Ruderlager waren der Auslöser.
Die Demontage war verhältnismäßig einfach, das Chaos in der Achterkabine dagegen groß.

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Der ausgebaute Ruderquadrant.

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Das obere Ruderlager, die Buchse aus POM im Hintergrund. Der Schmodderkram davor ist ein Kugellager zwischen Lager und Quadrant.

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Koker von oben (eingeschweißtes Rohr mit Aufnahme für die Notpinne), da ist alles anmontiert. Unten noch der Kolben des Hydraulikzylinders.

Beim Nachmessen des alten Lagers musste ich dann leider feststellen, dass dat Dingens konisch ausgeschlagen ist. Unten größer als oben. Gehe also davon aus, dass beide gewechselt werden müssen. Im Wasser jetzt nicht so der ultimative Job. Alles wieder zusammengeschraubt, die beiden Neuteile um 4/10 tel Millimeter abdrehen lassen, sollte jetzt passen, Austausch an Land!
Bei der Gelegenheit noch einen neuen Hydraulikzylinder bestellt, das Bauteil, auf das wir nicht verzichten können. Ist mittlerweile da, bereits verstaut und gibt uns Redundanz falls der alte mal siffen sollte. Ob wir diese Saison aus dem Wasser gehen ist noch nicht entschieden, muss ich erst wissen wie sich das schnuckelige Virus vermehrt. Spanien hat viel Lehrgeld zahlen müssen für ihre anfängliche Ignoranz.

Kaum genesen von der Schweinerei, da war überall Fett in rauhen Mengen, der ganze Ruderkoker voll davon und rundherum auch nicht gegeizt, richtet sich mein Adlerblick auf die Toilette. Tröpfelt seit geraumer Zeit vor sich hin, nicht viel, aber konstant.
Also frisch ans Werk und zerlegt.
Immerhin kein Fett dran, ansonsten jedoch so das ein oder andere….

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Die zwei Übeltäter, (Un)dichtung und Popelschräubchen, schon etwas ramponiert.

Das Zerhackermesser war kurz vorm Abflug, allerhöchste Eisenbahn für den Kontrollblick. Neue Mutter drauf (selbstsichernd aus unserem Fundus), hätten die Taiwanesen auch von Hause aus so montieren können, Schlamperei!
Austausch der Dichtung, zweimal zusammengeschraubt, da der Schlingel nicht auf Anhieb dicht war, geht wieder. Zwischenzeitlich eine Befestigungsmutter nebst U-Scheibe und zugehöriger Nuss unter der Duschtasse wieder hervorgeholt, reichlich geflucht und nach vier Stunden war alles wieder gut.
Jetzt warte ich auf einen neuen Anfall von Langeweile und suche mir ein neues Projekt, konnte bis dato aber noch elegant umschifft werden, bin ja auch der Skipper hier.
Die Tage tröpfeln so dahin, erste Lockerungen in Kraft, aber nicht wirklich große Veränderungen. Wird wohl vor Mitte bis Ende Juni nix mit ablegen und davor muss ich auch erst noch ins Wasser, Propeller sieht bestimmt aus wie Sau, klingt jedenfalls so.
Wasser hat mittlerweile gut 20°C und ich fürchte nur der Sommer kommt bald. Dann wird es wutzeheiß im Hafen. Letzte Woche hatte ich einen kurzen Vorgeschmack und ratz fatz die Beschattung der Luken und Fenster montiert, wird kuschelig werden.

Also kurzes Update, der Kahn schwimmt noch und der Bub ist gesund.

Gruß aus Cartagena, Frank

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