Nach dem Kino

Mein erster italienischer Film hat mich total begeistert! Nicht, dass ich alles verstanden hätte, aber mitlachen konnte ich an den richtigen Stellen. Der Film handelt von der Mafia in Licata und ist mehr eine Gangsterkomödie und mit Laiendarstellern gedreht. Mai arrendersi oder kapituliere nie, zeigt traumhafte Bilder von Licata, all die Orte, die wir hier lieben gelernt haben. Im Kino saß eine der Hauptdarstellerinnen neben mir und der gute Cop und das frühere Mafialiebchen hinter mir.

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Als wir mit 6 Personen aus der Marina das Kino verließen, haben uns die Darsteller draußen erwartet und wollten wissen, wo wir herkommen und ob uns der Film gefallen hat. Erstaunt waren sie, dass unsere kleine Gruppe aus 4 Nationen kam: Deutschland, Schweiz, Norwegen und USA. Und natürlich waren wir begeistert vom Film. Enzo, ein weiterer Darsteller, war nicht dabei, er arbeitet in Mailand, also wurde er kurzerhand angerufen, damit er uns kennenlernen konnte. Unglaublich, aber so ist Licata und die Licatesen und genau deshalb fühle ich mich hier so wohl.

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Ansonsten feiern wir hier andauernd jemandes Geburtstag, letzte Woche war Anne – Inger an der Reihe. Der Geburtstagskuchen von mir, darf dabei nicht fehlen.

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Gestern und heute, haben wir heftigen Ostwind mit 46 Knoten fegt er gerade durch die Marina. Da kommt Abwechselung mit Sport gerade recht. Gestern morgen hatten wir HIIT und gerade eben Yoga. Beim Yoga mußte ich feststellen, dass ich bedingt durch das heftige Schaukeln im Boot doch sehr unruhig stehe, quasi die Bootsbewegungen bereits voll und ganz adaptiert habe. In der Nacht soll es ruhiger werden, hoffentlich. Denn mal wieder eine Nacht durchschlafen wäre echt toll.

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Genießt eure Zeit und bleibt uns treu.

Arbeitspause

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Musste heute kurz vor einem Koller das Boot verlassen. Einfach zuviel Wind, konstante 9 Bft machen selbst im Hafen nicht wirklich Spaß, das Photo gibt die Situation nur unzulänglich wieder.

Normalerweise wären weitere Vorbereitungen zum Einbau der neuen Batterien im Plan, habe mich aber für eine kurze Auszeit entschieden. Auch der Muskelkater vom Austausch der Förderpumpe in den Tagestank hält noch an.

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Das Popelpümpchen hat mich echt gefordert. Musste 4 Löcher bohren und Gewinde in Edelstahlhalter schneiden, ein richtiger Kraftakt. Diesmal ein für das zu fördernde Gut ausgelegte Pumpe (Zahnrad). Die alte Pumpe hat gesäpelt wie Bill, da haben nicht mal mehr Pampers geholfen.

Das Markieren der Kette war dagegen vergleichsweise simpel.

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100 m und inklusive Anker knapp 300 kg auf dem Steg.

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Nun können wir auch mal die Länge der gesteckten Kette vor Anker zuverlässig bestimmen.

Die Montage unserer neuen Abdeckung der Scheiben im Salon war reine Fleißarbeit, 24 Löcher mit Gewinde in den Rahmen unserer Fenster, aber Aluminium ist ein wirklich dankbares Metall für derlei spangebende Formänderungen.

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Bin gespannt, ob die Temperaturen im Sommer wieder 45°C erreichen werden.


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Den Wasseranschluss aus der Backskiste nach außen zu verlegen war dem Komfort geschuldet, das Leben darf auch mal simpler werden.

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Die kleineren Umbauten fallen nicht so ins Gewicht, alles Kleinkram. Echte Erleichterung brachte noch der Einbau eines Aktivkohlefilters in den Kaltwasserzulauf unserer Küchenarmatur, damit hat die Schlepperei der Wasserflaschen im Winter ein ultimatives Ende, nebenbei natürlich auch die Müllentsorgung.

Die Vorbereitungen für 3 neue LifeYPo4-Batterien sind natürlich doch im Gange, wenigstens mental. Und der Batteriemonitor ist bereits eingebaut, trollt ja auch schon 2 Jahre in der Vorratskiste, war bislang jedoch nicht essentiell. Den Ladezustand der alten Batteriebank kann man ganz gut mit Hilfe der vorhandenen  Spannung bestimmen (12,75V ist voll, 12,5V am morgen heißt 75% noch da), das wird künftig nicht mehr gehen. Die neuen Lithium Eisen Yttrium Phosphat Kraftwerke müssen bilanziert werden, da die Spannung über den nahezu gesamten Verlauf konstant bleibt. Also messen und zählen was rein- und rausgeht. Die Dinger sind bestellt und unterwegs, die Erläuterungen dazu sind ein gesonderten Artikel wert. Nur soviel, damit ist das Schiff endgültig autark, kein Landstrom mehr notwendig.

Erwähnenswert ist noch der Flop mit der Phasenanschnittssteuerung unseres 230V Netzes. Hat erst mal 2 Tage gedauert bis der Heizstab im Boiler demontiert, entkalkt, neu abgedichtet und wieder montiert war. Dann das Wundergerät hinter den Inverter geklemmt und 3 Tage lang Warmwasser über die Solarpaneele produziert, dann ist das Dingens abgeraucht. Der Plan war, nur so ca. 200W aus den Batterien zu ziehen, da der kleine Heizstab schon 1000W will und das sind 80A, dat geit net. Soviel schieben unsere Paneele selbst im Optimalfall nicht nach (ca. 40A, mehr ist nicht). Deshalb Leistungsbegrenzung, jedoch scheint der nachgebaute Sinus unseres Wechselrichters nicht zu harmonieren. Egal, zukünftig wird das gehen, auch bei Vollast.

Genug der Technik für heute, nächste Woche kann ich vielleicht mehr berichten.