Camerota , gestrandet in der Idylle

Seit gestern morgen wissen wir, dass wir eine neue Starterbatterie benötigen. Die Alte  zählt so viele Lenze wie das Boot. Das frühe Ablegen in Agropoli hat sich etwas verzögert. Klar ist, dass wir mit diesem Problem nicht die liparischen Inseln, die fernab von Sizilien liegen, anlaufen können. Unsere Reisestrecke gestern führt uns aus der Bucht von Salerno heraus und weiter entlang eines lieblichen Küstentreifens mit Wäldern bis an die zahlreichen kilometerlangen Strände, die nur durch Felsen voneinander getrennt sind. Im Hintergrund sehr hohe Berge, die immer wieder an Form und Beschaffenheit voneinander abweichen und dem Auge daher gut tun. Leider bleibt der Wind aus, es wird immer wärmer, kurze Hose und T – Shirt sind um die Mittagszeit bis ca 15 Uhr fast zu warm. Irgendwann wird klar, dass wir das uns gesteckte Tagesziel Maratea   nicht erreichen, bevor es längst dunkel ist. Zwar  können wir die  Segel setzen, der Wind reicht jedoch nicht aus, um effektiv  schneller voran zu kommen. Neuer Plan, schon im Hinblick auf die zu besorgende Starterbatterie lässt uns die Marina Camerota anlaufen. Ein netter Hafen, sehr freundliches Personal und endlich mal wieder Duschen, die wir gerne nutzen, da sie groß und geräumig sind, mit 2 Haken und einem Hocker ausgestattet sind. Es sind die ersten Duschen an Land, seit wir Ostia  verlassen haben. Entweder müssten wir unsere Dusche an Bord nutzen oder könnten Schwimmen um anschließend die Außendusche zu aktivieren.

Frank hat nach unserer Ankunft gleich die Batterie bestellt, die heute um 10 Uhr geliefert werden sollte. Die Lieferung verzögert sich nun doch etwas, so dass an ein Ablegen heute nicht mehr zu denken ist. Also den Ort erkunden, frische Lebensmittel besorgen, einen Capuccino Trinken und die Zwischenzeit nutzen:

Bettwäsche waschen. Das Wetter ist bestens, um nicht zu sagen: heiß ohne Ende. Ich sitze bei mehr als 30 ° im Schatten an Bord, während die Wäsche in der Sonne trocknet.  Die Hochsommer Bekleidung ist hinten in den Schränken verstaut, also Bikini hervorkramen und die Sonne genießen.

Das kleine Städtchen ist ein Traum mit netten Restaurants, Eisdielen und Läden, in denen man sich gut versorgen kann.  Einfach mal treiben lassen, Streß machen nutzt nichts. Das Dolce Vita auch mal genießen. Morgen ist auch noch ein Tag um unsere Route gegen Süden weiter in Angriff zu nehmen.

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