Flottillen

Leider erreichen die Segelflottillen auch Monemvasia. Da fallen dann plötzlich ein Haufen Boote im Hafen ein und machen sich gnadenlos breit. Sollte aber später ein fremdes Boot einlaufen, wird das längsseits gehen im Päckchen rigoros verweigert. Schon recht arrogantes Verhalten und kann auch mal zurückfallen auf die Guten. Als sich mal ein Flottillenführer beschwert hatte, dass wir unseren Anker quer durch den halben Hafen gesetzt hatten, da der Ankergrund echt schlecht war, musste ich doch kurz lachen. Unsere Sicherheit ist mir definitiv wichtiger als deren Nöte, immer nebeneinander liegen zu wollen. Heute haben wir also ein weiteres mal Asyl an der Seite von EIRA gewährt und hoffen, dass dieses Beispiel eher Schule macht als die Ellbogenmentalität. Außerdem haben wir gestern gegen Schweden gewonnen, wenn auch sehr spät, können wir heute also entspannt und generös agieren. Anmerkung von Eva: man nennt so etwas gute oder schlechte Seemannschaft. Das Gebrülle der Flotillenanführerin im Hafen hat mich dann doch etwas befremdlich getroffen. So von wegen, was schert mich eure Nachtruhe, Hauptsache ich schlafe ruhig. Dass ihr Zirkus hier gestern den ganzen Nachmittag mit unzähligen Ankerversuchen den Hafen blockierte, hat die liebe Böse wohl gerade vergessen. Amnesie nennt man das medizinisch ausgedrückt. So bleiben wir 2 Tage länger an diesem schönen Ort und sehnen uns nach der Ruhe nach dem Ablegen der Flotille.

Heute Abend wird auf dem Lotusgrill das Essen bereitet. Ich freue mich auf leckere Würstchen, ein Abschiedsgeschenk der Griechenland Besucher. Darauf ein Hellas! Jammas!